VfR Mannheim

Fußball Verbandsligist startet in drei Wochen mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung / Trainer Atik blickt zufrieden auf die bisherige Vorbereitung

VfR geht als Gejagter in die Rückrunde

Archivartikel

Mannheim.Noch 19 Tage, dann kämpfen die Clubs in der Fußball-Verbandsliga wieder um Punkte. Der VfR Mannheim wird dann als Gejagter an den Start gehen, denn die Rasenspieler sind momentan Tabellenführer. In der Winterpause konnte Cheftrainer Hakan Atik einen prominenten Neuzugang begrüßen. Ausgerechnet vom Ligakonkurrenten und direkten Rivalen im Kampf um den Oberliga-Aufstieg, Fortuna Heddesheim, kam Nelson Nsowah.

Vier Testspiele hat der Verbandsliga-Spitzenreiter seit Anfang Januar bestritten. „Bis auf die erste Hälfte beim 1:3 gegen die Regionalligamannschaft von Astoria Walldorf und die letzte Partie am Samstag gegen Neckarsulm war ich mit den Auftritten zufrieden“, sagt VfR-Coach Hakan Atik, der betont: „Es gab leider immer einige Spieler, die krankheitsbedingt ausfielen.“

Joseph Olumide zum Beispiel verpasste wegen einer fiebrigen Erkältung einige Trainingseinheiten. Seit 14 Tagen schon ist auch Mittelfeldspieler Oliver Malchow wegen einer Grippe nicht einsatzfähig. „Im Großen und Ganzen kann ich aber nicht klagen. Es ist niemand im Kader schwerer verletzt. Alle Jungs ziehen gut mit.“

Gegen Regionalligist Wormatia Worms testete der VfR zu Beginn der Rückrundenvorbereitung und verlor mit 1:3. Nach der Partie in Walldorf besiegte die Atik-Truppe dann die zweite Mannschaft der Astoria, die in der Oberliga Baden-Württemberg spielt, deutlich mit 5:1. Doch am Samstag gab es dann mit dem 0:4 beim Oberliga-Dritten Neckarsulm einen Dämpfer. „Das Spiel müssen wir noch einmal ansprechen. Im Umschaltspiel hat man klar gemerkt, dass es da einen Klassenunterschied gab“, sagt Atik.

Auftakt gleich gegen Heddesheim

Bis zur wichtigen ersten Pflichtpartie am 24. Februar im neuen Jahr beim Verfolger und Ligafünften Fortuna Heddesheim stehen für die VfR-Akteure noch drei Freundschaftsspiele an. Am morgigen Dienstag, 19 Uhr, testet der Verbandsligist beim ASC Neuenheim. Am Samstag, 10. Februar, spielen die Mannheimer dann um 14 Uhr beim Oberligisten TSG 62/09 Weinheim. Die Generalprobe vor dem Rückrundenstart absolvieren die VfR-Spieler am Samstag, 17. Februar, 14 Uhr, beim TSV Wieblingen.

Dass dazwischen noch Fasnacht ansteht, interessiert Atik nicht. „Ich werde den Spielern am Rosenmontag und am Dienstag frei geben, aber jeder Akteur sollte sich schon bewusst sein, dass in den nächsten Wochen für den Verein viel auf dem Spiel steht. Da kann man Fasnacht und Ostern auch ruhig mal ausfallen lassen“, so der Coach.

Wer letztlich im VfR-Startaufgebot beim Derby in Heddesheim stehen wird, entscheidet Atik nach dem letzten Test. Für den Mannheimer Winterneuzugang könnte es dann vielleicht ein ganz besonderer Samstag werden: Nelson Nsowah trug in der ersten Saisonhälfte noch das Trikot von Fortuna Heddesheim. „Wir wollten ihn unbedingt. Sein großes Plus ist seine Schnelligkeit. Und er kann auf den Außenbahnen spielen, das macht ihn so gefährlich“, ist VfR-Coach Atik froh, dass der 35-Jährige beim mit Spannung erwarteten Mannheimer Derby nun wieder in seinem Team steht.

Der VfR geht mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung auf den Ligazweiten Germania Friedrichstal in die zweite Saisonhälfte. „Wir wollen bereit sein. Es wird schwer, aber die Mannschaft hat das Potenzial an eine gute Vorrunde anzuknüpfen“, betont Atik.