Vogelstang

Vogelstang Vorstand bei der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins im Amt bestätigt / Sylvia Vogel-Zaiß folgt als neue Schriftführerin auf Peter Ratzel

Appell für mehr ehrenamtliches Engagement

Ob Bürgerchor oder Gymnastikabteilung – im Bürgerverein Vogel-stang gibt es viele Möglichkeiten, sich zu betätigen. Aber vor allem ehrenamtliche Kräfte bei den eigenen Veranstaltungen seien gefragt, betonte Gunter U. Heinrich auf der Jahreshautpversammlung in der Freizeitstätte. In den dem Bürgerverein von der Stadt zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten konnten die Verantwortlichen 350 Veranstaltungen mit 12 200 Besuchern verbuchen. „Hier ist ständig Bewegung“, berichtete der Erste Vorsitzende. Die Freizeitstätte sei aus dem Stadtteil nicht mehr wegzudenken.

Gut besuchte Skatgruppe

Leider fehle es wie überall an Nachwuchskräften, bedauerte Beirat Jochen Rüdiger und warnte: Ohne die nötigen Helfer habe auch das Stadtteilfest keine Zukunft. Über mangelnden Zulauf können sich die Mitglieder der Skatgruppe im Bürgerverein nicht beklagen. Seit 46 Jahren werde dieser Kreis immer gut besucht, berichtete Heinrich. Seit 44 Jahren gibt es die Modellsportgruppe in den Reihen des Bürgervereins. Die Mitglieder hätten sich besonders aktiv bei der Reinigungswoche am Vogelstangsee gezeigt, lobte der Vorsitzende. Leider werde die Müllsituation von Jahr zu Jahr schlimmer. Man schäme sich, so Heinrich. Dabei seien es nicht nur die Jungen. „Auch ältere Menschen werfen Sachen achtlos weg.“

Positives gab es dagegen von den Mitgliederzahlen zu berichten. „Da bleibt alles weitestgehend konstant“, so Heinrich. „Auf die derzeit 1041 Mitglieder sind wir stolz“, unterstrich er. Diese Zahlen zeigten die erfolgreiche Arbeit des Bürgervereins. „Wir sind eben auch eine Interessensvertretung für den Stadtteil“, formulierte er den Anspruch. So sprach sich Heinrich in seinem Bericht erneut für den Erhalt des Hallenbads aus. Beim Thema Betreutes Wohnen gab es sogar positive Neuigkeiten. Hier sei in Absprache mit den Verantwortlichen der verschiedenen Institutionen ein Neubau im Bereich des Fritz-Esser-Hauses in Planung. Bei der ins Gespräch gebrachten Ansiedlung einer Gastronomie am Vogelstangsee sieht Heinrich dagegen Natur und Anwohner unter Druck. Da seien andere Standorte geeigneter. Das sehe auch die Mehrheit der Bürger des Stadtteils so, wie er glaubt. Theoretisch könnte man ja auch eine Umfrage im Vogelstang- Echo starten, griff er einen Vorschlag einer Besucheirn auf. Auf diesem Weg bekäme vielleicht auch die Idee eines gemeinsamen Kultur- und Sportzentrums mit Wallstadt Rückenwind.

Ein Sprachrohr des Stadtteils ist das vom Bürgerverein herausgegebene Vogelstang-Echo. „Wir bringen es auf eine Auflage von 6500 Zeitungen monatlich“, berichtete Geschäftsführer Gunter Heinrich Junior. Trotzdem werde die Finanzierung immer schwieriger. Dabei steht für die Stadtteilzeitung bald die 600. Ausgabe an. Zum 35. Mal findet am 20./21. Juli das Stadtteilfest statt.

Bei den Neuwahlen wurden die angetretenen Mitglieder in ihren Funktionen bestätigt. In Nachfolge für Peter Ratzel, der als Schriftführer nicht mehr zur Verfügung stand, wählte die Versammlung Sylvia Vogel-Zaiß. Weitere Vorstandsmitglieder sind: 2. Vorsitzende: Ulrike David, Kassier: Rainer Frischmann, Beisitzer: Detlef Weber (neu), Eduard Hoffmann, Claudia Issner, Anton Minius, Jochen Rüdiger, Steffen Rüdiger und Klaus Sauerheber. Revisoren: Manfred Herbold und Wolfgang Schulz. Der Jahresbeitrag wurde fast einstimmig von bisher 6,60 Euro auf 9 Euro (ab 1. Oktober 2018 für Neumitglieder) erhöht. Abschließend rief Gunter U. Heinrich noch einmal eindringlich die Mitglieder auf: „Bitte bringen Sie sich ehrenamtlich ein, nur gemeinsam können wir etwas erreichen.“ jba