Vogelstang

Vogelstang Breitgefächertes Angebot der Jugendhilfe

Arbeiten für Neubau auf Franklin starten im August

Nachdem das Wespinstift ursprünglich in der Schwetzinger Stadt angesiedelt war, vollzog es mehrere Ortswechsen, die bis ins Elsass reichten. Sieben Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs bezog das Stift das wieder errichtete Heimgebäude. 1968 zog die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in das neu errichtete Gebäude auf der Vogelstang, wo es seither beheimatet ist. Zehn Jahre darauf vollzog das Wespinstift durch die Einstellung der Heilpädagogin Birgit Maaßen-Rux einen Wandel zum pädagogisch-therapeutischen Kinder- und Jugendheim.

Breitgefächertes Angebot

Birgit Maaßen-Rux war es auch, die 1991 die Geschicke übernahm und das Heim zu dem formte, was es heute auszeichnet. Über die Jahrzehnte wuchs das Wespinstift zu einer mittlerweile über 80 Mitarbeiter zählenden Hilfsorganisation an. Das Angebot ist breitgefächert, wobei einerseits Kinder und Jugendliche unterstützt werden, die auf dem Gelände in der Mecklenburger Straße wohnen. Andererseits steigt auch die Anzahl an externen Kooperationen mit umliegenden Einrichtungen.

Die Hilfe für ein selbstbestimmtes Leben steht im Mittelpunkt. Erst kürzlich wurde eine neue Schülergruppe im Rott gegründet, und auch im neu entstehenden Stadtteil Franklin wird das Wespinstift seine Erfahrung einbringen. Nach langen Verhandlungen mit der MWS Projektentwicklungsgesellschaft und der Gesellschaft für die Betreuung privater Bauherren (GfB) wurde im April der notarielle Grundstücksvertrag mit der Firma Ehrhardt & Hellmann unterzeichnet. Baubeginn für den neuen Wespin-Außenposten auf Franklin ist voraussichtlich im August. Mit der Fertigstellung wird nicht vor September 2019 zu rechnen sein, heißt es.

Das Angebot des Wespinstift wird aber auch an anderer Stelle sukzessive erweitert. Nach Umbaumaßnahmen im ehemaligen Jugendwohnheim und späteren Wohnbereich für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge wird die Mutter-Kind-Gruppe im Juni auf acht Plätze aufgestockt.

Das Fest am See bildete das Ende der ersten Halbzeit an Feierlichkeiten. Bereits Ende April hatte die Stiftung mit geladenen Gästen das Jubiläumsjahr eingeleitet (wir berichteten). Ende Mai folgte eine Vorstellung in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendzirkus Paletti. Nach dem Fest am See freuen sich die Bewohner, Mitarbeiter und Gäste des Wespinstift noch auf ein Völkerballturnier, eine Fachtagung zum Stichwort „Resilienz“ sowie abschließend eine Feier mit aktuellen und früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. dir/ pbg