Vogelstang

Vogelstang CDU-Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel diskutiert mit Bürgern über die Zukunft

Bürger treten für Erhalt des Bades ein

Archivartikel

„Die Zukunft des Hallenbades auf der Vogelstang ist nach wie vor offen“, versicherte CDU-Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel den Bewohnern und Bezirksbeiräten beim Besuch des Hallenbades Vogelstang im Rahmen eines Stadtteiltages mit Uwe Kaliske, Leiter des Fachbereichs Sport und Freizeit, und Schwimmmeister Rolf Appel. 2017 hatte der Gemeinderat beschlossen, am Standort Herzogenriedbad ein Kombibad zu bauen.

Technik ein Problem

Gleichzeitig wurden auch Überlegungen zur Zukunft der nördlichen Hallenbäder Waldhof-Ost und Vogelstang angestellt mit dem Ergebnis, dass eine Sanierung der Hallenbäder Vogelstang (eröffnet 1973/74) und Waldhof-Ost (eröffnet 1970) bei einer maximalen Lebensdauer von 50 bis 60 Jahren vom Gutachter nicht empfohlen wird. Angesichts der zurückgehenden Besucherzahlen schlägt der Gutachter außerdem den Neubau eines Hallenbades am Standort Carl-Benz-Bad, das die bisherigen Nutzergruppen beider Hallenbäder aufnehmen kann, vor statt zwei Neubauten an den bisherigen Standorten den Neubau.

Dagegen regte sich auf der Vogelstang Protest (wir berichteten). Löbel: „Jetzt hat der Gemeinderat den Beschluss gefasst, ein minimales nutzerorientiertes Angebot auf der Vogelstang zusätzlich zu prüfen.“ Außerdem habe die CDU-Gemeinderatsfraktion den Antrag gestellt, noch einmal die Sanierung des Vogelstang-Bades zu prüfen, was bisher noch nicht eingehend genug geschehen sei. Dazu erklärte Kaliske: „Das Problem ist die Technik, deshalb macht Sanierung im Bestand keinen Sinn.“

Das Becken liege normalerweise in einer Betonwanne. Hier gebe es aber nur ein freischwebendes Plastikbecken, das abgesackt sei. Deshalb sei man auch dabei, eine neue Lösung zu suchen, die bisher in Richtung Zusammenlegung am Standort Carl-Benz-Bad gehe. Jetzt werde für Vogelstang zusätzlich eine minimale Nutzung überlegt mit 20- Meter-Bahnen für Nichtschwimmer und Senioren, etwa integriert in den Neubau des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. „Im Gemeinderat beschlossen wurde ein ergebnisoffenes, nutzungsorientiertes Angebot, ohne feste Stelle wo, doch klar gesagt wurde, dass hier Baden sichergestellt ist“, so Kaliske. Wichtig sei es, das Schwimmangebot auf der Vogelstang möglichst zu erhalten. Dazu erklärte Bezirksbeirat Uwe Sievers (SPD): „Ein Kombibad ist schon von Vorteil. Aber es gibt Gruppen, die werden sicher nicht von hier ins Carl-Benz-Bad sondern eher ins Herzogenried-Kombibad fahren.“ Bezirksbeirat Volker Kögel (CDU) fand: „Ein Kombibad ist super. Aber brauchen wir zwei in drei Kilometer Entfernung und reißen das Hallenbad hier auf der Vogelstang weg?“ Hannelore Richert, Zweite Vorsitzende der Aktion Sorgentopf, will das Hallenbad so erhalten, wie es ist. „Ins Kombibad geht man vielleicht einmal pro Woche, das Hallenbad hier wird täglich genutzt, und zwar nicht nur von Vogelstänglern, weil es gut erreichbar ist.“

Für Catherine Field ist vor allem wichtig: „Kinder müssen schwimmen lernen!“ Man könne Kinder abends aber nicht allein mit der Straßenbahn ins Herzogenriedbad schicken, sondern müsse sie dann mit dem Auto fahren. Das Hallenbad Vogelstang sei fußläufig erreichbar. ost