Vogelstang

Vogelstang Kulturtage präsentieren 14 Veranstaltungen bis Mitte Mai / Heute Eröffnung im Forum der Geschwister-Scholl-Schule

Ein Festival für Stadtteilkunst

Mit einem „Kulturellen Gaumenkitzel“ beginnen heute um 19 Uhr im Forum der Geschwister-Scholl-Schulen die 24. Kulturtage Vogel-stang. Bis zum 15. Mai gibt’s in ingesamt 14 Veranstaltungen Stadtteilkultur zum Nulltarif. Der Kulturarbeitskreis hat sich Mühe gegeben, den Bürgern und Kulturinteressierten aus Mannheim und der Region wieder ein breites Spektrum an Konzerten, Ausstellungen, Lesungen und Theaterdarbietungen zusammenzustellen. Einen Vorgeschmackt gibt’s heute beim Eröffnungsfestakt.

Gestalten und Erleben von Kunst und Kultur, Entwerfen von Utopien und Diskussion darüber, was Kunst ist und welche Kultur heute gebraucht wird – all das bedeuten für Burkhard C. Kosminski die Kulturtage Vogelstang. Der Schauspielintendant und Betriebsleiter am Nationaltheater Mannheim ist Schirmherr der diesjährigen Kulturtage und misst der Veranstaltungsreihe eine hohe Bedeutung zu: Sie entwickeln „Perspektiven für uns aus dem Stadtteil und machen die kulturelle Vielfalt sichtbar.“

Ursprünglich wurden die Kulturtage vom damaligen Bildungsdezernenten Lothar Mark ins Leben gerufen. Seitdem strickt der Kulturarbeitskreis, ein Zusammenschluss aus Kreativen, Kirchenvertretern und den Leitern zentraler Einrichtungen auf der Vogelstang, wie dem Geschwister-Scholl-Gymnasium oder der Stadtteilbibliothek, Jahr um Jahr ein neues Programm im Sinne von Stadtteilkultur von Bürgern für Bürger. Dabei wurde der Kulturbegriff auch auf sportliche Veranstaltungen ausgedehnt. Ziel ist die Einbindung möglichst vieler Akteure und Institutionen auf der Vogelstang. Der verbindende und auch inklusive Charakter von Kultur im Vorort hat einen zentralen Stellenwert.

Die Eröffnung, die von Christina Kaub, der Leiterin der Zweigstelle der Stadtbibliothek auf der Vogelstang, und Silke Herr, Direktorin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, moderiert wird, bietet einige Schmankerl aus dem Gesamtprogramm, aber auch darüber hinaus. So darf sich das Publikum im Forum der Scholl-Schulen (Mecklenburger Str. 62) auf Besuch aus dem Mannheimer Capitol freuen. Das Duo Sommergeflüster mit Ralf Bopp und Kati Sommer wird Stücke Deutscher Pop-Poesie zu Gehör bringen. Die Theater-AG des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zeigt Ausschnitte aus dem Theaterstück „Der Drache“ von Jewgeni Schwarz. Diese Märchenkomödie wurde anlässlich des 75. Todestages der Geschwister Sophie und Hans Scholl inszeniert und kommt als letzter Programmteil am 14. und 15 Mai, jeweils um 19 Uhr im Scholl-Forum zur Aufführung.

Ergänzt wird der Eröffnungsabend durch Interviews mit Akteuren der Kulturtage. Zu ihnen gehört beispielsweise auch die Mannheimer Künstlerin Marianne Merz. Sie ist von Anfang an als Kulturschaffende dabei, arbeitet aktiv im Kulturarbeitskreis mit und zeigt in ihrer Ausstellung „Tore und Brücken“ am 22. April im Evangelischen Gemeindezentrum eine Auswahl ihrer mehr als 2000 Arbeiten aus 30 Jahren. Einführende Worte gibt Alfred Huber, der ehemalige Leiter der Kulturredaktion des Mannheimer Morgen.

Nächster Programmhöhepunkt ist am Sonntag, 15. April, um 17 Uhr das Konzert des Lupot-Streich-Quartetts in der Zwölf-Apostel-Kirche, Geraer Ring 7. Andrei Rosianu (1. Geige), Susanne Phieler (2. Geige), Stephanie Phieler (Bratsche) und Friedrich Martin Voigt (Cello) sind allesamt Mitglieder in hochkarätigen Orchestern. Sie spielen das Streichquartett Nr. 7 in F-Dur op. 59, Nr. 1 von Ludwig van Beethoven sowie das Quartett Nr. 12 in F-Dur op. 96 von Antonin Dvorak.