Vogelstang

Vogelstang Beim großen Fest des Bürgervereins präsentieren sich Vereine und Einrichtungen eindrucksvoll

Ein Stadtteil rückt zusammen

Archivartikel

„Vogelstang mit seinem Bürgerverein – sicher sind nur wenige Stadtteilvereine politisch so stark vertreten; das liegt am Vorsitzenden Gunther U. Heinrich und seinen Mitstreitern“, lobte Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel (CDU) bei der Eröffnung des 36. Stadtteilfestes des Gemeinnützigen Bürgervereins. Und auch die vielen ehrenamtlichen Helfer zeigten, dass der Zusammenhalt im Stadtteil funktioniert. Zwei Tage lang feierten der Bürgerverein und viele mitwirkende Vereine und Einrichtungen ein buntes Stadtteilfest. Zur Eröffnung gab es jedoch nicht nur den traditionellen Fassanstich, sondern vor allem den politischen Ausblick auf die Zukunft des Stadtteils.

Arbeitsthemen abgesteckt

Die liegt dem Vorsitzenden und Gründungsmitglied des Bürgervereins, Gunter U. Heinrich, am Herzen, der die Zukunft des Hallenbades, die Anbindung an das Taylor-Areal, die Entlastung der Magdeburger Straße vom Schwerlastverkehr, ein Stellplatzkonzept für Sachsenstraße/Köthener Weg sowie die Schaffung von bezahlbarem Betreuten Wohnens thematisierte und in Richtung der zahlreich erschienenen Stadträte auf Lösungen pochte. Mutig griff Löbel anschließend zum Hammer für den traditionellen Fassanstich. Doch der sollte erst nach sechs Schlägen gelingen, dann hieß es endlich: „O’zapft is!‘“ Am Freiberger Ring und auf dem Parkplatz zwischen Freizeitstätte und Bürgersaal präsentierten sich Vereine, Initiativen und Einrichtungen des Stadtteils.

Alfred Kopke, Präventionsbeauftragter vom Polizeirevier Käfertal, war dabei mit einem Informationsstand für Erwachsene. Die Modellsportgruppe im Bürgerverein lockte mit einer Schiffsmodell-Ausstellung. Nebenan stellten Cornelia Bajohr-Vieweg und Heinz Bentz die Frauenselbsthilfe nach Krebs vor. Gegenüber informierten Johannes Wagner und Angela Helfert über den Neubau des Fritz-Esser-Hauses. Für die kleinen Gäste gab es viele Mitmachangebote: Die Kinder hatten Spaß beim Trommeln und Glockenspiel am Stand des Jugendhauses. Amanda (10) und Julia (9) kickten derweil im „Soccer Cage“ des Wespinstifts. „Aber auch der Blick ins Fahrzeug beim Roten Kreuz hat uns Spaß gemacht“, schwärmten die beiden Mädchen. Buben und Mädels vergnügten sich beim „Masken basteln“ mit Esther Sohl und Marcus Lambert vom Wespinstift oder bei Kinderschminken und Glitzer Tattoos am Stand des Reitervereins Wallstadt.

Auch die Erwachsenen hatten hier ihren Spaß. Auf Steckenpferden jagten Schul-Pferdewartin Catherine Field und Polizeikommissar Kopke über den „Hobby-Horse Parcours“. Erstmals dabei waren die Feldbogen- und Blasrohrschützen Mannheim e.V. „Das Stadtteilfest ist eine gute Möglichkeit, unseren Verein vorzustellen“ sagt Tanja Nagel. Renner bei Groß und Klein war hier das Blasrohrschießen auf eine Dartscheibe. Für Speis und Trank sorgte der Bürgerverein. Hertha Knaus kommt jedes Jahr zum Stadtteilfest. „Das lassen wir uns nicht entgehen, wir sind alles alte Vogelstängler, es ist schön, dass man sich trifft“, meinten auch Ellen und Walter Geiger. Sie lobten „das gute Essen und die gute Unterhaltung“.

Viele Ehrenamtliche im Einsatz

Am Nachmittag hatte die Akkordeongruppe des Jugendhauses unter Leitung von Zhanna Popolitova einen vielbeklatschten Bühnenauftritt– toll zu beobachten, mit wie viel Spaß die Kinder dabei waren. Zum gemütlichen Hock am Abend spielte der Musikverein Altlußheim auf. „Das 36. Stadtteilfest verlief sehr erfolgreich, am Samstagabend waren alle Plätze besetzt, die Menschen strömten bei erträglichen Temperaturen zum Festplatz und wurden sehr gut durch den Musikverein unterhalten“, zog Organisator Gunter Heinrich Junior tags darauf eine positive Bilanz. Der Veranstalter ist erfreut über Zuspruch und Verlauf. „Ein besonderer Dank geht an die ehrenamtlichen Helfer, die beim Auf- und Abbau sowie während des Fests zum Erfolg beigetragen haben“, sagte er. Gut meinte es auch der Wettergott – erst am späten Abend gewitterte es über dem Festplatz.