Vogelstang

Vogelstang Volles Programm bei den Kulturtagen vom 5. Mai bis 5. Juni an vielen Orten im Stadtteil

Ein Vierteljahrhundert beste Unterhaltung zum Nulltarif

Archivartikel

Vor einem Vierteljahrhundert rief der damalige Kulturbürgermeister Lothar Mark den Kulturarbeitskreis Vogelstang ins Leben. Eben jener Arbeitskreis – allesamt Ehrenamtliche – organisiert seit nunmehr 25 Jahren die Kulturtage – und hat diese längst weit über die Grenzen des Stadtteils hinaus bekannt gemacht. Zum Jubiläum, den 25. Kulturtagen von 5. Mai bis 5. Juni, hat sich der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete bereit erklärt, den Veranstaltungsreigen aus Kunstausstellungen, Konzerten, Lesungen, aber auch Spielen, Tanzshows und einem großen Sport- und Spielfest zu eröffnen und die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Buntes Eröffnungsprogramm

Los geht es am 4. Mai um 15 Uhr – der Startschuss fällt diesmal bei den Diakoniewerkstätten in der Kamenzer Straße 5. Ein buntes Eröffnungsprogramm wartet auf die Besucher, musikalisch wird es von Michael Herberger gestaltet. Beschäftigte der Förder- und Betreuergruppen bringen sich dabei als Künstler ins Programm ein. Am 5. und 6. Mai schließen sich zwei Ausstellungen, einmal mit Blumenbildern von Marianne Merz (Evangelisches Gemeindezentrum) und einmal mit Werken von Jugendlichen aus dem Jugendhaus über den Stadtteil, an. Der Dienstag, 7. Mai, steht ganz im Zeichen der Spannung, in der Stadtteilbibliothek gibt es morgens eine szenische Lesung für Kinder ab acht Jahre über das „Stuttgarter Hutzelmännlein“ und abends einen Live-Krimi mit Musik mit Tutu Toulouse. Tags darauf rocken die Lucky Mushrooms im Café Maije in Wallstadt, am Freitag lädt die Stadtteilbibliothek zum Gaming-Tag, bei dem sich alles um elektronischen Spielspaß dreht. Im Wohnzimmer (Rudolstadter Str. 16) zeigt am selben Tag Krista Paul ihre Afrika-Gemälde.

Am 11. Mai können sich Tanzinteressierte dann im Jugendhaus einen Einblick in die Hip-Hop-Tanzszene verschaffen beim 22. Streetdance Contest. Etwas ruhiger ist die Schau mit Fotos der zwölfjährigen Miriel Hennseler in der Stadtbibliothek Vogelstang am 13. Mai. Einen Tag später heißt es an gleicher Stelle „Musik trifft Kunst“, wo die musisch-künstlerischen Fächer Einblick geben in ihr Schaffen.

Ein Orgelkonzert mit Wolfram Koloseus lockt Klassik-Freunde am 17. Mai in Zwölf Apostel, am 19. Mai bringt die Kantorei Vogelstang Mozart und Bach im Evangelischen Gemeindezentrum zu Gehör.

Am 21. Mai gibt es eine Premiere: Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland zeigt ihre Ausstellung über Geschichte und Gegenwart im Geschwister-Scholl-Gymnasium. Das Nachtcafé bringt dann am 24. Mai das Martin Auer Quintett auf die Bühne des Evangelischen Gemeindezentrums, am Samstag, 25. Mai, steigt dann das große Sport- und Spielfest an der Vogelstang-Grundschule, bei dem es auch ein Mühle-Spiel-Turnier gibt.

Lothar Mark bietet dann am 26. Mai mal wieder einen seiner Kulturspaziergänge durch den Stadtteil an, richtig rockig wird es am 30. und 31. Mai sowie am 1. Juni, wenn es wieder Auf den Ried 8 beim Förderverein und der Fußballjugend heißt „SSV rockt“ mit tollen Bands. Die Sportler sind dann auch Hausherr auf ihrem eigenen Sportgelände, wenn am 1. Juni das große Sportfest unter dem Motto „Vogelstang bewegt sich“ steigt – geboten werden unter anderem Parcours-Läufe, Torwand-Schießen und natürlich Musik, Essen und Trinken und gute Unterhaltung.

Europa und die Welt sind – sozusagen extra zum 25. Jubiläum der Kulturtage – am Sonntag, 2. Juni, zu Gast im Bürgersaal (Freiberger Ring 6). Dort stellen dann unterschiedliche Nationen beim Interkulturellen Frühstück Spezialitäten aus ihren Heimatländern vor – eine gute Gelegenheit, um sich besser kennenzulernen.

Klassiker zum Abschluss

Das Programm schließt am 4. und 5. Juni mit einem Klassiker ab: Im Forum des Geschwister-Scholl-Gymnasiums begegnen sich mit „Romeo und Julia“ die berühmtesten Liebenden der Weltliteratur. Die Theater AG des Gymnasiums zeigt die Shakespeare-Tragödie über Leidenschaft, Hass und Intoleranz in einem neuen, modernen Kontext.

Ein prallvolles Programm haben Werner Herr und das Team vom Kulturarbeitskreis also zusammengestellt, bei dem der gesamte Stadtteil eingebunden ist und eigentlich ein Höhepunkt den nächsten jagt. Dass bei sämtlichen der über 20 Programmpunkte wieder die Devise „Kultur für alle – immer eintrittsfrei“ gilt, darf als ein Stück bester Kulturarbeit von Bürgern für Bürger gelten, als eine, die ihresgleichen sucht.