Vogelstang

Vogelstang Jubiläumsausstellung von Marianne Merz bei den 25. Kulturtagen

Farbenfroher Blütenzauber

„25 Blumenbilder zum 25. Jubiläum“ ist der Titel der Ausstellung mit Bildern von Marianne Merz, die im Evangelischen Gemeindezentrum Vogelstang eröffnet wurde. Und es gab gleich mehrere Anlässe zu feiern: 25 Jahre Kulturtage, veranstaltet vom Kulturarbeitskreis, sowie 25 Jahre Ausstellungen mit 25 jeweils anderen Themen der auf der Vogelstang lebenden Malerin.

Begleitung von der Familie

Mehr als 60 interessierte Besucher konnte Pfarrer Bernd Bruksch begrüßen bei der Eröffnung, die von Anna Marlene Merz (Violine) und Michael Merz (Klavier), Enkelin und jüngster Sohn von Marianne Merz, musikalisch umrahmt wurde. Wie der Theologe berichtete, habe die Farbenpracht der Blumen auch die Menschen der Bibel fasziniert. Deren Vergänglichkeit sei ein Sinnbild für das menschliche Leben, heiße es an mehreren Stellen in der Bibel. Von der „Blüte“ seines Lebens spreche beispielsweise Hiob (29,4). Menschen seien wie Blumen, die erst blühen und nach kurzer Zeit wieder verwelken. Und der neutestamentliche Jakobusbrief mahne: „Wer aber reich ist, rühme sich seiner Niedrigkeit, denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Die Sonne geht auf mit ihrer Hitze und das Gras verwelkt, und die Blume fällt ab und ihre schöne Gestalt verdirbt: So wird auch der Reiche dahinwelken in dem, was er unternimmt“ (Jakobus 1,10f).

Auch im Laufe der Kunstgeschichte gehörten Blumen durchgehend zu den beliebtesten Motiven der Maler, erläuterte Künstlerin Marianne Merz. Die lebendigen Blüten aber auch ihr Vergehen seien seit langem Inspiration für sie gewesen. „Ich liebe Farben“, bekannte Merz. 25 Blumenbilder zum Jubiläum – entstanden von 1982 bis heute jeweils zu den Geburtstagen geliebter und verehrter Personen im Familien, Freundes und Bekanntenkreis – in unterschiedlichen Techniken auf Leinwand in Öl und Acryl, große Arbeiten (1 x 1 Meter) bis zu den Minis (10 x 10 Zentimeter) schmücken die Wände im Gemeindezentrum.

Marianne Merz hat in über 50 Jahren ihren ganz eigenen Stil entwickelt. Wesentliche Aspekte sind das Licht, die Farbigkeit und die Perspektive. Beim Malen der unterschiedlichen Blumenmotive lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf. Ihre Bilder bringen einen Hauch von Frische und Natur in den in Ziegelsteinrot gehaltenen Gemeindesaal, erfreuen mit ihrer Lebendigkeit und ihrem farbigen Arrangement.

Die Blumenpracht der 25 Bilder strahlt Freude und Wohlbefinden für Geist und Seele aus und laden ein zum Innehalten und sich einen „anderen Blick“ zu gönnen, die Augen zu öffnen und sich von der Farbintensität des Blumenzaubers berühren zu lassen. Dabei hat der Betrachter die Möglichkeit, auch selbst „aufzublühen“.

Als Jubiläumsüberraschung gab es bei der Vernissage übrigens selbst gebackene Vogelstangvögel.