Vogelstang

Vogelstang Konzert mit internationalen Bands im Jugendhaus findet ein begeistertes Publikum

Harte Rockmusik aus voller Seele

Wenn Musiker ihre Seele nach außen rücken, muss es nicht unbedingt Gospel sein. Auch bei Metal Core, Hard- oder Punkrock stehen Authentizität und Lebensgefühl im Mittelpunkt des Bühnengeschehens. Es gäbe eine lange Liste zu nennen, warum die Konzertreihe "For The Youth Concerts" im Jugendhaus Vogelstang ein Erfolg ist. Auch diesmal stimmte die Chemie zwischen Bands, Veranstalter und Publikum. "Es gibt keine festen Eintrittspreise und die Leute geben, was ihnen angemessen erscheint", erklärte Gastgeber Niklas Harbourt. "Bei den Bands schauen wir, wann welche Musiker auf Tour sind und schreiben sie einfach an", erklärte der Pädagoge.

Mit Kingdom of Giants legte so eine Metal Core Combo aus Kalifornien einen Stopp im Mannheimer Osten ein. "Einige Bands übernachten sogar hier vor Ort", so Harbourt. Die Räumlichkeiten böten sich dafür an. "Früher mussten wir das privat organisieren, aber hier gibt es sogar Duschen", nannte er die Vorteile des Umzugs der Veranstaltung, die ihre Ursprünge im Jugendhaus Waldpforte hat. Die Musiker seien am Vorabend der Show früh ins Bett gegangen, lachte Harbourt.

Überhaupt sei die Hardcore-Szene eher klein und übersichtlich. Dass die meisten Bands über eigene Labels und Agenturen verfügten, mache vieles einfacher. Explosiv blieb auch an diesem Abend nur jeder einzelne Auftritt. Die Musiker von Strains boten hier ebenso internationales Flair. Das 2011 gegründete Quartett überzeugte bei seinem Auftritt mit griffigen Gitarrenriffs und melodischem Gesang ihres Frontmanns Jip van Kakerken.

Gleichfalls bestens eingestellt hatten zuvor schon Dawnwatcher aus Saarbrücken ordentlich am Lautstärkeregler gedreht. Die fünf Saarländer überzeugten mit einem Repertoire aus ganz unterschiedlichen musikalischen Einflüssen. Post-Core, Metalcore oder auch Hardcore-Einflüsse vereinten ein musikalisches Temperament, das sich bestens in die herbstliche Atmosphäre dieser Jahreszeit mit ihren melancholischen Ausläufern integrierte. Das kompromisslose Gitarrenspiel der Akteure gepaart mit harten rhythmischen Breaks spiegelte sich in den düsteren Texten von Sänger André Messerle wider.

Emotionen konnten in Folge ebenso die Musiker von Die Heart über die Rampe transportieren. Die Hamburger können bereits auf einen 2016 produzierten Longplayer verweisen. Auf der Bühne des Jugendhauses packten sie jedenfalls jede Menge Energie in ihren Auftritt.

Mit rund 50 zahlenden Besuchern zeigte sich Gastgeber Niklas Harbourt zufrieden. Zudem bedankte sich der Pädagoge vom Jugendhaus Vogelstang beim Helfertam von "For The Youth Concerts", das diesmal von den Aktiven des Bad Dürkheimer Rockfestivals "Fallen Fortress" unterstützt wurde. jba