Vogelstang

Vogelstang Großes Teilnehmerfeld beim 6. Mannheimer Futterlauf rund um den Vogelstangsee

Hunde laufen für hungrige Artgenossen

Archivartikel

Großer Auflauf von Menschen und Tieren beim 6. Mannheimer Futterlauf rund um den Vogelstangsee. Trotz der vielen unterschiedlichen Hunde, bei denen fast alle Rassen vertreten waren, verlief diese tierische Veranstaltung relativ ruhig. Höchstens zur Begrüßung gab es ab und zu ein erkennendes „Wuff „zu hören. Martina Rieder, Pressebeauftragte des Vereins, war „schwer zufrieden“ mit dem Verlauf. „Obwohl wir eine Stunde früher als in den letzten Jahren begonnen haben, warteten auch diesmal Herrchen und Frauchen mit ihren vierbeinigen Lieblingen schon vor der angekündigten Zeit auf den Beginn“.

Zur Eröffnung hatten sich die SPD-Stadträte Andrea Safferling und Thorsten Riehle sowie Katja Fleck von der Mannheimer Runde eingefunden. Ihnen voraus war Stefan Fulst-Blei, Mitglied des Landtages, der zuvor schon mit seinem Sohn mitgeholfen hatte, die Zelte des Vereins aufzubauen. Seine Ehefrau Gabi ist Mitglied bei Futteranker. Tierarzt Karl-Christian Schroff, Schriftführer bei Futteranker, umrundete unermüdlich den Vogelstangsee. „Ich mache heute einen Halbmarathon“, schmunzelte Schroff leicht außer Atem und machte sich sofort wieder auf den Weg.

Die allermeisten Teilnehmer des hatten nicht so hohe Ziele, sie wollten mit ihrer Startgebühr die Spendenkasse des gemeinnützigen Vereines auffüllen und dabei die Gemeinschaft gleichgesinnter und die schöne Umgebung des Sees genießen. Hierzu kommen noch die Einnahmen aus dem reichhaltigen Kuchenbüffet und dem Verkauf handwerklicher Artikel. „Wir verlangen eigentlich keinen bestimmten Betrag, jeder kann geben, was er möchte“, erklärte Martina Rieder. „Von diesen Geldern können wir bedürftige Mitbürger, in und um Mannheim, mit Futter und Zubehör versorgen.“

Damit könnten deren, schon lange im Haushalt lebenden Tiere, gut und artgerecht ernährt und gehalten werden. „Wir überprüfen auch die Bedürftigkeit, machen Hausbesuche und wollen auch die Tiere sehen“, so Rieder. Die Futtermenge werde berechnet, sie solle vier bis fünf Tage ausreichen. Für zwei bis drei Tage müsse der Tierhalter selbst sorgen. Rund 300 Kilo Futter werden so pro Woche ausgegeben. Im vergangenen Jahr belief sich die Gesamtmenge auf 17 Tonnen Futter. „Zehn Tonnen wurden durch Spenden finanziert, sieben Tonnen wurden von uns zugekauft“, erzählte Rieder.

Eine dieser Personen ist die 53-jährige Carmen Schäfer aus Ilvesheim. „Als mein Mann arbeitslos wurde, gingen wir zur damaligen Tiertafel in Käfertal. Als es diese nicht mehr gab, gründete sich der Futteranker Mannheim, und wir gingen dort hin. Damals hatten wir einen Hund und drei Katzen. Jetzt lebt nur noch eine Katze. Alle zwei bis drei Wochen holen wir uns in Neckarau Futter für Flöckchen. Deshalb gehen wir auch mit ihr zum jährlichen Alterscheck. Das soll man mit Tieren über sechs Jahre wegen eventueller chronischer Erkrankungen tun“. Karl-Christian Schroff steht dort, als einer von sechs Tierärzten und beteiligten Tierkliniken, auch für die monatlichen Impfungen zur Verfügung.

Der 1. Futterlauf wurde von der ehemaligen deutschlandweiten Futtertafel durchgeführt. Nachdem sich 2013 der Verein „Futteranker Mannheim“ gründete wurde diese Aktion weitergeführt. Auch in diesem Jahr sind Checkpoints rund um den See aufgebaut. Um diese fünf Anlaufpunkten gruppieren sich verschiedene Anbieter mit Tierbedarfen. Überwiegend für Hunde aber auch für Katzen und Meerschweinchen.

30 Aussteller rund ums Tier

So können Frauchen und Herrchen sich informieren bei rund 30 Ausstellern rund ums Tier: Tierschutzorganisationen, Hundeschulen, Hundepensionen, Tierheilpraxen, privaten Hundehospiz, Accessoires für Hunde und Katzen, Tierhomöopathie, Tierphysiotherapie, Futtermittelhersteller, Hundefrisör sowie Schmuck für Frauchen und Herrchen aber auch über Tierbestattungen. Selbst ein Geschicklichkeitsparcours war aufgebaut.

Auch ähnliche Organisationen wie das Straßenkatzen Heidelberg, TSV Schwetzingen e.V. & HERZ-HundeErZiehungszentrum aber auch das Katzenmuseum ‘Katzinett’ präsentierten sich rund um den See. In diesem Jahr ist zudem ein Food-Truck dabei der schmackhaftes für die Zweibeiner anbietet. Auch für die Kleinen ist ein Stand aufgebaut. Hier können Gießkannen von den Kindern bemalt werden. Direkt gegenüber ist auch ein reichhaltiger Flohmarkt aufgebaut. Natürlich überwiegend mit Dingen für das liebe Tier bestückt.

Selbstverständlich haben auch die Vorstände und Mitglieder des Vereins sich eingebracht. Es wurde selbstgemachte Marmelade angeboten, und fleißig Türstopper und Kissen für den heutigen Verkauf genäht, Halsketten gebastelt und Schlüsselbänder geknüpft. „Es ist immerhin ein riesiger Kraftakt diese Veranstaltung vorzubereiten und durchzuführen“, so Rieder. Circa 30 Menschen, Vereins- und Familienmitglieder, Freunde und Bekannte packten mit an. Dankbar zeigten sich die Organisatoren vom Futteranker auch über die Unterstützung des Malteser Hilfsdienstes.