Vogelstang

Vogelstang Rektorin und Lehrerinnen sehen Nationalitäten-Mischung als Chance / 17 Mitmach-Stationen bei Schulfest

„In der Vielfalt liegt die Würze“

Archivartikel

Mit insgesamt 17 Stationen haben die Verantwortlichen der Vogel-stangschule beim Schulfest jede Menge Aktionen für den Nachwuchs präsentiert. „Mit Hilfe eines Laufzettels können die Kinder jede einzelne Station absolvieren und ihre Teilnahme abstempeln lassen“, erklärte Martina Jung. Die Lehrerin selbst nahm Größenmessungen bei den Mädchen und Jungen vor. „Viele Eltern wollen wissen, wie groß ihr Kind einmal wird“, sagte Jung. Immerhin würden die meisten Schüler im Laufe der Jahre noch an einigen Zentimetern zulegen.

Riesig ist jedenfalls die Vielfalt an der Vogelstangschule. „Wir unterrichten rund 500 Mädchen und Jungen“, berichtete Christine Kamer. So eine Festivität sei eine gute Gelegenheit, sich zu präsentieren. „Allein in meiner Klasse gibt es sieben verschiedene Nationalitäten“, so Kamer, zuständig an der Vogelstangschule für die Öffentlichkeitsarbeit. Sprachförderung sei da natürlich ein wichtiger Punkt. „Ich sehe diese Vielfalt aber als Chance“, meinte Kamer. Es gelte die verschiedenen Denkweisen zu vereinen. „Bei den Kindern läuft dies fast von alleine.“

Kontakt zu Eltern oft schwierig

Schwieriger sei es da, an Eltern mit Migrationshintergrund heranzukommen. „Aus diesem Grund haben wir auch für den heutigen Tag in verschiedenen Sprachen eingeladen“, bestätigte Kamer. Bisher laufe es auch dank des hervorragenden Wetters gut, verriet Lehrerkollegin Dagmar Kopper, die an der Kasse die Stellung hielt. Arnd Franke rechnete sogar mit bis zu 1000 Besuchern. „So viele Publikumsrückmeldungen sind natürlich super“, unterstrich der Vorsitzende des Fördervereins. „Wir sorgen mit unseren 75 Mitgliedern dafür, dass sich die Schule Anschaffungen leisten kann, die aus dem normalen Schulbudget nicht zu stemmen sind.“

Unterstützen möchte die Vogel-stangschule auch der Bezirksbeirat. SPD-Sprecher Uwe Sievers nutzte das Schulfest zu einem Besuch. „Meine Kinder gehen zwar nicht mehr hierher, aber ich halte gerne den Kontakt“, sagte er. Zudem habe der Bezirksbeirat für die kommende Musicalaufführung der Vogelstangschule im Sommer gespendet.

Spendenfreudig waren auch die Schülereltern, die mit tollen Rezepten ein internationales Büffet zusammengestellt hatten. „In der Vielfalt unserer Schule liegt jedenfalls die Würze“, meinte gleichfalls Rektorin Martina Schmidt. Das sieht auch Angela Wegel so. Die Sonderpädagogin bietet Förderunterricht in Mathe und Deutsch „und mal auch für die Nebenfächer an, wenn dort Bedarf besteht“, wie sie berichtete. 15 Regelschüler profitierten derzeit davon. „Dazu gibt es seit diesem Jahr auch sechs Schüler mit inklusivem Bedarf.“ Der inklusive Unterricht sei ein spannender Prozess. Es brauche wohl aber seine Zeit, bis es richtig laufe, sagte die Sonderpädagogin.

Unterstützung erhält Wegel nicht nur durch drei integrative Helfer. Auch Schulhund Maya besucht die Schule seit einem Monat bis zu drei Mal in der Woche. Keine Unterstützung brauchte der Schulchor, der mit musikalischen Beiträgen die Eröffnung umrahmte.

Kritik an zu kleiner Mensa

Andreas Bender klatschte Beifall, wenn für den Vorsitzenden des Elternbeirats derzeit auch nicht alles perfekt läuft. Es fehlten leider für eine Ganztagsschule entsprechende Möglichkeiten, legte er den Finger in die Wunde. Die Sanitäreinrichtungen seien ebenso nicht ausreichend wie die viel zu kleine Mensa. Das zwinge den Nachwuchs, im Schichtsystem zu essen. Auch mangele es an Rückzugsräumen. Dabei sei die Schule für das Ganztagsbetreuungskonzept gebaut worden. „Hut ab vor unseren Lehrern, dass die es so meistern“, meinte Bender.