Vogelstang

Vogelstang Bloomaulnachmittag des KAV mit Sängerin Joana und Alleinunterhalter Joachim Schäfer

Mal ernst, mal heiter

Eigentlich war es wie immer, doch dieses Jahr fand der traditionelle „Bloomaulnachmittag“ der Stiftung für Alten- und Krankenpflege (KAV-Stiftung) erstmals ohne die Erste Vorsitzende Helga Enger statt. Ein wunderbarer Nachmittag war es trotzdem, mit einem abwechslungsreichen und mitreißenden Programm, dargeboten von zwei Bloomäulern: Alleinunterhalter Joachim Schäfer und Chansonsängerin Joana mit ihrem Pianisten Peter Grabinger.

„Liebe Gäste, es geht los!“, mit diesen Worten begrüßte der Zweite Vorsitzende, Rudolf Enger, das Publikum im Bürgersaal, darunter auch den Vorsitzenden des Bürgervereins, Gunter U. Heinrich, AwoVorsitzende Sigrid Haut sowie Bewohner aus dem Fritz-Esser-Haus. Joachim Schäfer sei schon seit sehr langer Zeit musikalischer Begleiter bei der KAV-Veranstaltung, und Sängerin Joana sei in diesem Jahr hier zum zweiten Mal zu hören.

Mit einem Witz verdeutlichte Joachim Schäfer gleich zu Beginn, dass er ein Bloomaul ist. Doch Joana habe ihn im Vorfeld gebeten, nicht so viele Witze zu erzählen. „Räum’ nicht so ab, ich habe so viele schöne Texte, die gingen sonst unter“, habe sie ihm erklärt. Doch der 69-Jährige, der mit viel Mutterwitz und bodenständigem Humor seine Auftritte meistert, lässt sich nicht den Mund verbieten.

Mit einer Liebeserklärung an Mannheim eröffnete er den Reigen. Und schon beim Refrain von „Ja mir sin die Stromer“ sangen alle im Saal mit. Zwischendurch plauderte Schäfer aus seinem Leben, sauste „Puddelnagisch ohne Hemd“ durch die Stadt und begeisterte am Schluss noch mit dem „Blumepeter“-Lied.

Dann betrat Joana die Bühne. Sie wurde begleitet von Peter Grabinger am Klavier. Ihre Texte sind poetisch, aber dennoch gesellschaftskritisch, sie präsentiert sie auf Hochdeutsch und Kurpfälzisch. Die Künstlerin warf einen kritischen Blick hinter die Kulissen des Showgeschäfts mit dem Lied „Als Frau in dem Metier“. Mitreißend ist ihr Optimismus selbst an einem „rabenschwarzen Tag“. Denn „Am End vun de Nacht wird’s doch widder hell“. Joana erzählte von den Gebrechen des Alters – ein Lied, in dem sich der eine oder andere im Publikum wiedererkannte. Mit jedem Titel trifft sie den Geschmack ihres Publikums, so auch bei der Hymne „In der Heimat is es schee“.

Nach begeisterten Rufen gab Joana mit „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ noch eine Zugabe vor ihren begeisterten Besuchern. Bürgervereinsvorsitzender Heinrich dankte für den „wundervollen Nachmittag“ und schickte Genesungswünsche an Helga Enger, die nach einem Oberschenkelhalsbruch noch das Bett hüten musste. ost