Vogelstang

Vogelstang Sommerklänge zum 25-jährigen Bestehen der Aktion Sorgentopf / Fünfte Benefiz-Matinée ist auch die letzte

Musiker machen See zur Festival-Kulisse

Archivartikel

Mit seiner beliebten Matinée lockte der Wohltätigkeitsverein Aktion Sorgentopf wieder zahlreiche Besucher an den oberen Vogelstangsee. Mehr als sechzig Musiker und Sänger standen am Sonntag im bis auf den letzten Platz gefüllten Biergarten auf der Bühne. „Hierbei werden gleich zwei Jubiläen gefeiert – die fünfte Matinée und das 25-jährige Bestehen des Vereins“, erklärte Moderator Alexander Fleck. Er begrüßte unter den Gästen auch den Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel sowie die Stadträte Ralf Eisenhauer, Bernd Kupfer, Birgit Reinemund und Thomas Hornung.

Ralf Eisenhauer dankte der Vorsitzenden der Aktion Sorgentopf, Anneliese Herd, und ihrem Team für all das, was sie in den vergangenen 25 Jahren für die Menschen auf der Vogelstang geleistet haben. „Aktion Sorgentopf kümmert sich um Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, egal welcher Religion, Kultur oder Nation“, lobte Eisenhauer. Auch in diesem Jahr ist es dem Verein wieder gelungen, für die Matinée ein bunt gemischtes Programm mit Künstlern aus der Region auf die Beine zu stellen. Mit Bigband Sound eröffnete das Polizeimusikkorps Mannheim unter Leitung von Wolfgang Rothenheber die musikalische Reise. Bis hin zu den hintersten Sitzplätzen drang der Rhythmus der dynamischen Musik und machte alle im Biergarten Anwesenden zu Mitspielern.

Ausflug in die Welt der Oper

Und weiter ging es im Programm. Mit „At last me“ von Ella James ließ Luisa Deigner, eine junge talentierte Nachwuchssängerin, aufhorchen. Vorfreude auf die Urlaubszeit weckte Vogelstang-Sänger Carlos Graci mit Italo-Songs. Nach einem stimmgewaltigen Ausflug in die Welt der Oper mit Bariton Ilya Lapich und Sopranistin Evgenia Selina eroberte der Jugendchor der Kantorei Vogel-stang unter Leitung von Sebastian Osswald die Herzen der Zuhörer. „Der Jugendchor wurde von Aktion Sorgentopf ebenso gefördert, wie unser Kindergarten und jüngst auch unsere Familienfreizeit“, bedankte sich Pfarrerin Heike Helfrich-Brucksch.

Während Andrea Wolf und Marina Reichenbacher „WolfsVoice & PianoReich“, Shirley Bridge, Bernd Nauwartat und Mimi mit dem Kontrabass in fliegendem Wechsel die Rollen auf der Bühne tauschten, erzählten die Gäste an den Tischen, wie viel Gutes der Sorgentopf allerorten im Stadtteil schon bewirkt hat. So wurde nicht nur die Foto- & Video-AG des Geschwister-Scholl-Gymnasiums für ihre tolle Dokumentation über den Vogelstangsee finanziell unterstützt, sondern es den Schülern auch ermöglicht, bei der Matinée ihren Film zu verkaufen. Als Dank für die Unterstützung der Geschwister Scholl-Werkrealschule halfen die Schüler von Lehrerin und Bezirksbeirätin Tatjana Sievers beim Auf- und Abräumen beim Fest mit. Dankbar ist Anneliese Herd auch dem DRK Ortsverein Mannheim-Nord, der bei allen fünf Matineen Bereitschafsdienst leistete. Denn einen guten Teil der Gelder für die vielfältigen Unterstützungsaktionen hat Aktion Sorgentopf durch die Matineen erwirtschaftet. Diese waren auch nur möglich dank zahlreicher Sponsoren, die auch wieder mit Speis und Trank zum Gelingen der Jubiläums-Matinee beitrugen.

„Bewirkt viel Gutes im Stadtteil“

Familie Klein genoss „die leckeren, Speisen, die tolle Musik und das schöne Ambiente am Ufer des Vogelstangsees“. „Wir kommen jedes Jahr zur Matinée, um die Aktion Sorgentopf zu unterstützen. Sie bewirkt viel Gutes im Stadtteil“, sagte Irmgard Klein. Und Manfred Klein fügte hinzu: „Wir kennen Anneliese Herd schon seit über 40 Jahren, wir waren Kunden in ihrem Fotoladen, wo mit einer Tombola die Aktion Sorgentopf begann.“

Die Gäste bedauerten, dass die fünfte gleichzeitig auch die letzte Matinée sein wird. „Doch alle anderen Aktionen, wie beispielsweise die Glühweinwanderung werden weitergehen“, versprach die Vorsitzende. Mit viel Beifall belohnte das Publikum die Musiker und es erstaunte nicht, dass bei den abschließenden Songs von Alleinunterhalter Theo Bucholz niemand so recht den gemütlichen Biergarten verlassen wollte.

Eine gelungene Matinee, zu der wohl aus unterschiedlichsten Gründen der Ausruf eines Besuchers passte: „Bravo an die Musik!“