Vogelstang

Vogelstang Mitten im Taylor-Gewerbepark sind die Bauarbeiten für den zehn Hektar großen Sport- und Bewegungskorridor in vollem Gange

Spiel und Sport in grüner Hügellandschaft

Hier gräbt sich ein Bagger durch feste Schuttschichten, dort wird Erde abgeladen und planiert, andernorts wird schon der Schotter festgerüttelt, Lkw fahren pausenlos hin und her – es herrscht Hochbetrieb auf der Baustelle im Taylor-Gewerbegebiet. Nachdem bereits 80 Prozent der Fläche veräußert sind und sich die großen Unternehmen entlang der Spreewaldallee und Chemnitzer Straße angesiedelt haben, treibt die MWS Projektentwicklungsgesellschaft ihr nächstes Projekt voran: den Sport- und Bewegungspark, der sich als grünes Band quer durch Taylor ziehen wird.

„Wir werden hier mal zehn Hektar Grünfläche haben“, gibt Tobias Dreher, Planer der MWSP, beim Vororttermin Auskunft. Der grüne Korridor diene nur zum Teil als Ausgleichsfläche. Im Wesentlichen sei es der Lückenschluss zwischen Käfertaler Wald und Grünzug Nordost. Ein zentraler Bestandteil ist aus Sicht der MSWP nach wie vor die Grünbrücke, die am E-Gebäude über die B 38 führen soll, vom Gemeinderat allerdings noch nicht freigegeben ist.

Deshalb konzentrieren sich die Arbeiten der Firma Sax & Klee auf den Grünkorridor, der nach den Plänen von Francis Kéré und Man Made Land gestaltet wird. Entlang der Chemnitzer Straße entsteht das Schotterbett für den drei Meter breiten Radweg und nebenliegenden wassergebundenen Fußweg – als Zubringer zur Ampelanlage an der Spreewaldallee, von wo aus es bis vor zur Brandenburger Straße vorbei an den Vogelstangseen über Spinelli in Richtung Innenstadt gehen soll.

Sax & Klee übernimmt den Grundausbau und die Geländemodellierung. „Wenn die hier weg sind, sind die Wege fertiggestellt“, informiert Dreher. Demnächst sollen die Gartenbauarbeiten ausgeschrieben werden. Zwar sei jeder Eingriff in den Boden eine Überraschung, wie Dreher berichtet – auch archäologische Funde wurden schon gemacht –, Altlasten habe man bisher aber noch keine gefunden. Was nicht direkt wieder verwertet werden kann, wird vor Ort recycelt. Erklärtes Ziel sei es laut MWSP, den anfallenden Aushub wieder auf dem Gelände zu verarbeiten.

Der Weg in den Park führt durch eine grüne Hügellandschaft hin zu einer umzäunten Multisportanlage, wo zukünftig Fußball, Hockey und Basketball gespielt werden kann. Daneben entsteht eine Skateplaza, wo auf ausdrücklichen Wunsch der Skaterszene Elemente für Kunststücke installiert werden. Dann öffnet sich das Gelände auf eine weitläufige Wiesenfläche und mündet an einem Wiesentheater, das als vertieftes Sitzrondell angelegt wird. Daneben entsteht ein sechs bis acht Meter hoher Kletterhügel, den es in dieser Form nach Angaben der MWSP-Planer in Deutschland wohl kein zweites Mal gibt.

Die MWSP wird im Rahmen der Bereitstellungs- und Entwicklungspflege noch zwei Jahre für den Unterhalt des Geländes zuständig sein. Danach gehen Verantwortung und Kosten für die Pflege der Grün- und Spielanlagen an den Fachbereich Grünflächen und Umwelt über.