Vogelstang

Ost/Vogelstang Kinder und Jugendliche bei den Einander-Aktionstagen im Stadtteil

Vielfalt sichtbar machen

Bereits zum fünften Mal fanden die Einander-Aktionstage statt, bei denen in der Stadt ein breites Programm für ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt geboten wird. Auch Kinder und Jugendliche der Vogelstang nahmen an verschiedenen Kulturangeboten teil und hatten an einem Nachmittag die Möglichkeit, die Ergebnisse im Jugendhaus vor Publikum zu präsentieren.

„Das Jugendhaus war drei Monate geschlossen, das war für uns ein Drama, denn wir leben von der Offenheit“, sagte Leiterin Gerda Merkel. Geschlossen war von Mitte März bis Mitte Juni. „Hier geht es um die Sichtbarkeit und Anerkennung von Menschen, die im Stadtteil leben. Das Jugendhaus möchte Leute ermutigen, ihre Interessen herauszufinden. Wir wollen ein sozialer Stützpunkt für die Vogelstang sein.“

Rund 40 Leute fanden jetzt mit großzügigem Abstand Platz im Jugendhaus. Verschiedenen Kurse und Workshops hatten einen Programmpunkt vorbereitet. Besonders beliebt ist die Teilnahme an Tanzgruppen. Mit dabei waren die Candys und Mini-Candys unter der Leitung von Liana Pepler, die auch die Yoga-Gruppe leitet, die ebenfalls mit einer Vorführung dabei war. Mit Break Dance begeisterte das Trio um Eric Edosomwan. Als Kontrastprogramm dazu gab es eine Lesung, bei der ein russisches Märchen zuerst von Larissa Dubjago auf Russisch, dann von Alexandra Hügel auf Deutsch vorgelesen wurde. Zwischendurch gab es lustige Clownereien und Kunststücke vom Kinderzirkus Grinshow, hinter dem die Familie Kudriashov steht. Der Zirkus veranstaltet Shows für verschiedene Anlässe, bietet aber auch eine Zirkusschule zum Mitmachen. Vorgestellt wurde auch die Gartengruppe des Gemeinschaftsgartens, für Musik sorgten Sebastian Stam und Doel Cupo. In der Pause und nach dem Programm hatten die Besucher die Möglichkeit, eine Fotoausstellung mit Bildern von Elsa Hennseler-Etté zu sehen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene an ihren Lieblingsorten auf der Vogelstang fotografiert hat. Das Fotoprojekt sei nicht abgeschlossen, erklärte die Künstlerin: „Es können sich nach wie vor Menschen von der Vogelstang melden und mir ihren Lieblingsort zeigen. Das könnte vielleicht noch mehr das Wir-Gefühl im Stadtteil fördern. Dabei ist mir wichtig, Alt und Jung gemeinsam abzulichten“.

Unter Anleitung des Künstlers Alexander Bergmann hatten Kinder Bilder zum Thema Vogelstang gemalt und gezeichnet. Besonders ins Auge fiel das große Mosaik, ein Upcycling-Bild, bei dem die Kinder aus bunten Flaschendeckeln ihr Stadtteil nachgebildet haben. Veranstaltet wurde das Programm vom Förderverein des Jugendhauses Vogelstang, dem Caritasverband Mannheim und dem Kinderzirkus Grinshow.