Vogelstang

Vorher Bescheid sagen

Archivartikel

Roger Scholl zur Ampelabschaltung auf der Vogelstang

Seit beinahe einem halben Jahrhundert gibt es die Ampelanlage am Knotenpunkt Sachsenstraße/Köther Weg/Leipziger Straße nun schon. Dieser Knoten ist, wie Stadtrat Konrad Schlichter richtigerweise hervorhob, vollkommen undurchschaubar für Ortsfremde. Die Menschen, die hier täglich vorbeikommen, haben sich freilich an diese Verkehrsführung gewöhnt, sie gehen wie selbstverständlich damit um – und waren mehr als überrascht, als die Stadt plötzlich und unvermittelt die Anlage abschaltete und Fahrspuren wegnahm. Kein Wunder, dass die Verärgerung über diese Art der Informationspolitik der Verwaltung groß ist – bei Bürger und Bezirksbeiräten.

Rasche Reaktion notwendig

Ob denn nun die Anlage tatsächlich überflüssig ist und die Stadt, die sich gerne die teure Neuanschaffung einer Ampel sparen würde, nicht investieren muss, wird der einjährige Versuch zeigen. Auch bei der Einführung der neuen Regelung am Knoten ist wohl nicht alles reibungslos gelaufen. Das zeigt die Überraschung des Verwaltungsvertreters, als er erfuhr, dass die Baken, die die Wegnahme der Spuren verdeutlichen sollte, schon wieder entfernt wurden.

Die Verwaltung wäre gut beraten, ihre Informationspolitik zu verbessern. Und sie sollte sehr aufmerksam verfolgen, wie sich die Abschaltung auswirkt. Zeigen sich Gefahren, müssen die Zuständigen rasch reagieren. Das ist man den Menschen auf der Vogelstang schuldig.