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Gartenstadt Kinder und Jugendliche der Gretje-Ahlrichs-Schule begeistern als Artisten / Zirkus-Projektwoche läuft zum zweiten Mal / Zwei Vorstellungen

Akrobatische Kunststücke erarbeitet

Archivartikel

In Artisten verwandelten sich alle Schüler der ersten bis sechsten Klassen an der Gretje-Ahlrichs-Schule. Sie gestalteten professionell zwei Vormittagsvorstellungen vor Publikum – mit Hilfe des Projektcircus Riedesel und unterstützt vom Jugendhaus Waldpforte. Die Projektwoche im Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum in der Gartenstadt drehte sich nur um ein einziges Thema: „Zirkus“.

Höhepunkte waren der Besuch und die Arbeit in einem echten Zirkus. Die Schüler zwischen sechs und 13 Jahren hatten vier Tage lang Gelegenheit, sich im Zirkus Riedesel als Artisten auszuprobieren. Vormittags wurde unter der freundlichen und kompetenten Anleitung der Zirkusmitglieder in klassenübergreifenden Gruppen geübt. Danach studierten die Schüler in der Manege die jeweilige Vorführung ein. Das klappte schon sehr gut.

Am Ende der Woche waren Aufregung und Anspannung groß: Nach der Generalprobe, an der die gesamte Grundstufe der Hermann-Gutzmann-Schule teilnahm, folgte der Höhepunkt: Nun durften die eingeübten Nummern in einer Galavorstellung vor großem Publikum – Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde – präsentiert werden. Alles klappte wie am Schnürchen.

Zuvor hatten Zirkusmitglieder und Lehrer alle Akteure liebevoll geschminkt und in farbenprächtige, glitzernde, fantasievolle und den jeweiligen Aufgaben entsprechende Kostüme gekleidet. Nach dem Einzug der Artisten in die Manege begeisterten sie mit einer spannenden Zirkusvorführung mit lustigen, waghalsigen und unterhaltsamen kleinen Darbietungen: Akrobaten, die bei den Boden-Kunststücken ihre präzise Körperbeherrschung zeigten. Clowns mit Bällen, die sie fröhlich hin und her ins Publikum warfen. Wagemutige Luftakrobatinnen, die in einem großen Tuch hoch in der Luft ihre artistischen Kunststücke vorführten.

Oder Fakire, die unerschrocken mit Feuer hantierten und sogar schluckten – bewundernswert, jedoch keinesfalls zur Nachahmung empfohlen, so André Riedesel.

Zu sehen waren Hula Hoop-Tänzerinnen mit gekonntem Hüftschwung. Chinesische Tellerjongleure, die ihre Teller zum Kreiseln brachten. Jongleure, die mit Ringen und Leucht-Schwungbällen geschickt eine Choreographie zeigten. Trapezkünstler, die sich in der Luft mutig ineinander und an den starken Zirkusartisten René Riedesel hängten.

Von Profis unterstützt

Die Zuschauer staunten nicht schlecht und würdigten die Leistungen der Zirkuskinder und ihrer „Dompteure“, André Riedesel und sein Team, mit kräftigem Applaus. „Das war fantastisch“, sagte Schulleiterin Barbara Negrelli zu den zu Recht auf ihre Leistungen stolzen Schüler, die den jubelnden Beifall des Publikums freudig entgegennahmen. All das Herausragende sei wundervoll gelungen „dank der zupackenden, stets präsenten, professionellen Unterstützung der Zirkusmitglieder“. Die Schulleiterin zollte aber auch den Lehrern Respekt für ihre Unterstützung.

Sie dankte daneben herzlich dem Leiter des Jugendhauses, Dieter Camilotto. Er hatte als der für Zirkus zuständige Sachbearbeiter der Jugendförderung nicht nur zum zweiten Mal ein solches Projekt organisiert, sondern außerdem der Gretje-Ahlrichs-Schule, an der gerade die Vorbereitungen für den Bau der Sporthalle laufen, die Wiese beim Jugendhaus für das Zirkuszelt zur Verfügung gestellt.