Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Nord Start des zweiten Bauabschnitts auf dem Waldhöfer Taunusplatz verzögert sich weiter / Beginn laut Stadt um mindestens sechs weitere Monate verschoben

Arbeiten starten frühestens zum Jahresende

Archivartikel

Neben der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme Schönau-Nordwest sollte es eine weitere große Baumaßnahme im Mannheimer Norden des neuen Jahres werden: Doch der Start des zweiten Bauabschnitts auf dem Waldhöfer Taunusplatz verschiebt sich weiter. Der Beginn der Arbeiten war schon vor Monaten geplant, und schon bei der Bezirksbeiratssitzung im Oktober hatte die Stadt angekündigt, dass es erst Ende Juni 2020 losgehen soll. Nun ist auch dieser Termin nicht zu halten, teilt die Stadt auf Anfrage des „Mannheimer Morgen“ mit.

„Der Maßnahmenbeschluss soll voraussichtlich im März 2020 erfolgen. Ein Baubeginn im Sommer 2020 ist leider nicht möglich“, so die Pressestelle. Die Verzögerung des Baubeginns betrage mindestens sechs Monate, heißt es weiter. Grund, so ein Pressesprecher, sei die geplante Maßnahmegenehmigung. Diese stehe noch aus, „da wir uns noch mit dem Bezirksbeirat in Abstimmungsgesprächen befinden“. Die Entwurfsplanung sei jedoch abgeschlossen. „Sobald die Maßnahmegenehmigung im März 2020 erfolgt ist, geht es in die Ausführungsplanung, die Leistungsverzeichniserstellung, in die Veröffentlichung der Maßnahme und in die Vergabe der Bauleistungen.“ Die Stadt geht „voraussichtlich von frühestens Ende 2020“ als Starttermin aus. Für die Arbeiten ist eine Bauzeit von einem Jahr geplant.

Für den Kulturverein, der sich seit Jahrzehnten für die Umgestaltung der „neuen Mitte“ einsetzt, ist das ein weiterer Schlag ins Gesicht. Auch die Bezirksbeiräte hatten zuletzt erbost reagiert, da viele Details der Entwurfsplanung nicht mit ihnen besprochen worden waren. Bedenken, die noch eingebracht werden sollten, hatten deshalb für weitere Verzögerungen gesorgt.

Der erste Bauabschnitt startete übrigens im Juli 2018. Dazu gehörte die Umgestaltung des Gehwegbereiches und der Parkplätze an der Alten Frankfurter Straße. Der zweite Bauabschnitt umfasst die eigentliche Platzgestaltung. Dem Bezirksbeirat liegt am Herzen, dass der Bereich zwischen Passerelle und Einmündung in die Alte Frankfurter Straße verkehrsberuhigt wird. Auch die Caritas hofft, dass ihre Bedenken berücksichtigt werden und die Zufahrt zu ihren Einrichtungen und denen der Pfarrgemeinde gewährleistet bleibt.

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