Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Nord/Gartenstadt Neue Seelsorger im Norden

Ehepaar zieht ins Pfarrhaus

Archivartikel

Das Pfarrhaus der Gnadenkirche in der Gartenstadt hat neue Bewohner: Miriam und Jochen Waldmann und ihre drei Kinder. Beide Eheleute sind Pfarrer von Beruf, Miriam in der Gnadenkirche, Jochen in der Auferstehungskirche. „Wir kommen aus Lahr, da waren wir zwölf Jahre. Aber ursprünglich komme ich aus Sandhofen“, sagt Jochen Waldmann, der über sein Interesse für die Antike und alte Sprachen während seines Studium in Heidelberg auf die Idee kam, Pfarrer zu werden. Miriam Waldmann kommt ursprünglich aus Denzlingen bei Freiburg. „Zuerst wollte ich Journalistin werden, doch habe ich an der Bahnhofsmission ehrenamtlich mit gearbeitet. So kam irgendwann der Wunsch auf, Pfarrerin zu werden.“ Beim Studium in Heidelberg lernten sich Jochen und Miriam 2005 bei der Synode der Badischen Landeskirche kennen.

Der Umzug von Lahr nach Mannheim brachte viele Veränderungen mit sich. „In Lahr gab es viele Russlanddeutsche, Spätaussiedler. Das waren Leute, die viel durchgemacht hatten. Es war schwer, sie zur ehrenamtlichen Mitarbeit zu bewegen. Hier auf der Gartenstadt ist das einfacher“, so die Pfarrerin. „Der Stadtteil ist wunderschön. Er gehört zwar zu Mannheim, ist aber ein Bereich für sich. Die Kinder haben kurze Schulwege, und wenn sie 16, 17 sind, haben sie viele Möglichkeiten. Außerdem sind die Schwiegereltern in Sandhofen.“

Käfertal und Waldhof mit im Boot

„Die Auferstehungsgemeinde umfasst außer einem Teil der Gartenstadt auch Teile vom Waldhof und von Käfertal“, sagt der Pfarrer, „es kommen jedoch mehrheitlich Leute aus der Gartenstadt, die Waldstraße scheint wie eine Grenze. Ich möchte gerne auch die Leute aus Käfertal und vom Waldhof mit ins Boot holen.“ Große Pläne für Veranstaltungen mit der Gemeinde gibt es zurzeit corona-bedingt nicht. „Wir möchten erstmal die Gemeinde kennen lernen“, sagt Miriam Waldmann. Bis 2025 sollen die Gnaden- und die Auferstehungsgemeinde mit der Gemeinde Waldhof-Luzenberg zusammengelegt werden. Der Theologe rechnet deswegen nicht mit Einschränkungen: „Es wird ein gemeinsames Auftreten geben und einen gemeinsamen Namen. Aber der Spielraum für uns ist groß, er wird erhalten bleiben.“