Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Nord Bezirksbeirat fragt nach Zustand der Radwege

Ein Drittel muss saniert werden

Archivartikel

Rund ein Drittel der Radwege in den nördlichen Stadtteilen Gartenstadt, Luzenberg und Waldhof bedürfen nach Auskunft der Verwaltung einer umfassenden Sanierung. Das geht aus der Antwort aus dem Rathaus auf eine entsprechende Anfrage des Bezirksbeirats Waldhof hervor. Diese erfolgte schriftlich, die für 7. Oktober vorgesehene öffentliche Bezirksbeiratssitzung ist entfallen, da das Gremium keine Themen zur Beratung vorgeschlagen hatte.

Der Bezirksbeirat hatte von der Verwaltung erfahren wollen, wie es um Zustand und Verkehrssicherheit der Radwege bestellt sei. Zudem erbat er sich Auskunft über die Planungen zur Erneuerung schadhafter Wege, etwa in der Kasseler Straße, im Speckweg und in der Sandhofer Straße. Schließlich fragte das Gremium auch nach, welche neuen Radwege geplant seien, um das bestehende Netz zu schließen. Zuguterletzt ging es den Räten auch um den Zeitplan zur Erweiterung des Radweges vom Taunusplatz bis zur Waldstraße. Vom Taunusplatz ausgehend wurde ja in der Alten Frankfurter Straße ein kurzes Stuck Radweg neu eingerichtet, doch in Höhe des Einkaufszentrums endet der Radweg abrupt. Insbesondere im Übergang von der Alten Frankfurter Straße/Hanauer Straße komme es aufgrund der Unübersichtlichkeit zu Gefahrensituationen, monierte der Bezirksbeirat.

Den Zustand der Radwege im Bezirk könne man, so antwortete die Stadt, nur ganzheitlich in Relation zu den Gesamtverkehrsflächen bewerten. Darauf bezogen sei zu sagen, dass rund ein Drittel grundhaft saniert werden müsse.

Im vergangenen Jahr habe man einen Teil der Radwege in der Sandhofer Straße erneuert. Zum einen wurde der rheinseitige Radweg ab der Zellstoffstraße in Richtung Süden komplett saniert (rund 1,3 Kilometer) und zum anderen wurde in diesem Abschnitt der seitlich der Straße verlaufende Gehweg in einen gemeinsamen Geh- und Radweg umgewandelt. Abschließend habe die Stadt auf der neu hergestellten Straßenfläche einen Radfahrschutzstreifen markiert.

Im Rahmen der geplanten Sanierung des Speckwegs, voraussichtlich ab Ende 2022, will die Verwaltung dort auch den Radverkehr verbessern. Dieses Jahr werde man einen Teilbereich der Radwege auf der Waldstraße sanieren. Dies betreffe jeweils immer schlechte Teilabschnitte in beide Fahrtrichtungen zwischen der Walter-Pahl-Brücke und der Hessischen Straße.

Die Lücken schließen

Auf dem Waldhof will die Stadt im Abschnitt Alte Frankfurter Straße/Hanauer Straße im Rahmen ihres Lückenschluss-Programms tätig werden. Weitere Lücken im Netz bestünden im Bezirk Waldhof nicht.

Zum Abschnitt der Alten Frankfurter Straße/Hanauer Straße zwischen Taunusplatz und Waldstraße plane man derzeit eine verbesserte Weiterführung des Radverkehrs, zu gegebener Zeit will die Verwaltung auch den Bezirksbeirat dabei beteiligen, kündigte die Stadt an. In den nächsten Jahren werde der Speckweg saniert, aufgrund dieses „beträchtlichen Eingriffs in die Verkehrsinfrastruktur, mit all den notwendigen Anpassungen und Umleitungsstrecken in diesem Bereich“, sei die Radwegverbindung Taunusplatz/Waldstraße allerdings „frühestens danach“ möglich.