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Gartenstadt Sabine Jakoby nimmt an Tischtennis-Weltmeisterschaft der Senioren im Zockerparadies Las Vegas teil

Einmaliges Erlebnis in der Wüste Nevadas

Aus der ganzen Welt kamen sie nach Las Vegas – allerdings nicht, um im US-amerikanischen Spielerparadies zu zocken. Den rund 4000 Tischtennisspielern ging es bei den Weltmeisterschaften der Senioren darum, einen fairen Wettstreit auszufechten. Zu den Sportlern, die das 40. Lebensjahr vollendet haben und deshalb teilnehmen konnten, gehörte die Gartenstädterin Sabine Jakoby. Sie war gemeinsam mit ihrer Weinheimer Doppelpartnerin Sabine Dippold und ihrem Bruder Holger Weidenauer in die Stadt der Superlative gereist.

Neben ihr standen Spieler aus dem Iran, aus Indien, Guyana, aus Kirgisistan, Monaco oder Haiti an den Tischtennisplatten. Das Gros der Spieler kam aber aus den USA, China und Japan. Das ist nicht weiter verwunderlich – sind es doch die Länder, in denen diese Sportart am meisten verbreitet ist. Aus Deutschland gingen insgesamt über 600 Vertreter an den Start.

„Es war schon ein riesiges Erlebnis, einmal bei so einem Wettbewerb dabei zu sein“, erzählt die Gartenstädterin nach ihrer Rückkehr aus Nevada. „Wir hatten nur wenig Zeit für private Dinge“, lacht die Erzieherin – aber ein klein wenig gezockt „haben wir schon“. Sabine Jakoby spielt seit ihrer frühesten Jugend für den Tischtennisverein Weinheim. Im riesigen Convention Center in Las Vegas traten die Sportler in einer Halle an 200 Tischen gegeneinander an, außerdem gab es zusätzlich noch 48 Trainingstische. Gigantisch – wie alles in Las Vegas.

Bis in die Endrunde

„Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, ein Spiel zu gewinnen“, berichtet Jakoby. Es wurden dann doch viel mehr. Die Gartenstädterin überstand die Gruppenphase mit drei Siegen. Erst in der Endrunde war Schluss. „Während der Spiele war es heiß in der Wüste von Nevada. Da herrschten Temperaturen von um die 45 Grad Celsius“, sagt die Gartenstädterin. Positiv aufgefallen ist ihr, dass die Wettkämpfe gar nicht so verbissen geführt wurden, sondern das Miteinander des gemeinsamen Hobbys im Vordergrund stand. Das hätte die Gartenstädterin so nicht unbedingt erwartet.

Gewohnt hat die Mutter einer zwölfjährigen Tochter und eines achtjährigen Sohnes im Hotel Stratosphere Las Vegas, das neben 2427 Zimmern auch noch einen Aussichtsturm besitzt.

Das mit 350 Metern höchste freistehende Bauwerk der USA westlich des Mississippi sei an sich schon eine Reise wert. Mit dem Big Shot kann man sich am Turmmast 40 Meter hochkatapultieren lassen, anschließend kehrt man im freien Fall zum Ausgangspunkt, hoch über den Dächern von Las Vegas, zurück. „Das war dann doch ein wenig zu viel für mich. Das habe ich nicht gemacht. Aber das Lichtermeer, das man aus dieser Höhe genießen kann, ist schon sensationell“, berichtet Sabine Jakoby.

Von einem kleinen negativen Erlebnis erzählt sie dann doch. Bei einer Taxifahrt hat sie ihr Handy im Auto verloren „Es tauchte einfach nicht mehr auf. Da musste ich mir durch andere helfen lassen, um den Kontakt zur Familie in der Heimat zu halten. Es ging dann auch“, weiß sie zu erzählen.

Erste Gedanken, an der Europameisterschaft vom 1. bis 7. Juli 2019 im ungarischen Budapest teilzunehmen, hegt sie schon: „Aber die Familie muss mitspielen, sonst geht das nicht.“ Der achtjährige Marvin scheint schon in die Fußstapfen der Mutter und ihres Bruders zu treten. Das Kind wurde kürzlich als jüngster Spieler Badens geehrt.