Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Waldhof/Luzenberg Pausenbrot-Aktion der Kirchen läuft an Grundschul-Außenstelle

Frisches Gemüse gehört dazu

Archivartikel

Erwartungsvolle Gesichter blicken Lisa und Leonie entgegen, als sie das Klassenzimmer der 4d betreten. Mitgebracht haben die beiden jungen Frauen eine Frischhaltebox, in der sich für jeden der Schüler ein Pausenbrot befindet. In einem kleineren Behälter bringen sie zusätzlich frische Karotten mit. Johanna Modes, Klassenlehrerin der 4d, fordert nun die Kinder auf, tischweise nach vorne zu kommen und ihr Pausenbrot in Empfang zu nehmen.

Zwischen Herbst- und den Weihnachtsferien werden für die Kinder an der Außenstelle Luzenberg der Waldhofgrundschule einmal in der Woche Pausenbrote vorbereitet. Alle sind mit Butter, Käse und verschiedenem Gemüse belegt. Organisiert wird diese Aktion von Annika Sutter von der youngcaritas des Caritasverbands Mannheim und von Paulina Scheffrenz von der Seelsorgeeinheit Nord der Katholischen Kirche – eine bewährte Zusammenarbeit mit engagierten Ehrenamtlichen, die es so auch im Frühjahr an der Waldhofgrundschule gegeben hat. „Wir möchten, dass jedes Kind mit genug Energie in den Tag starten und so besser lernen kann“, betonen sie.

15 Helfer

Rektorin Monika Walz-Kurz ist an diesem ersten Tag der Pausenbrot-Aktion vom Waldhof herübergekommen und freut sich sichtlich über die Akzeptanz bei den Schülern. Und Pauline Scheffrenz zeigt sich begeistert über einen musikalischen Beitrag der Schüler: „Die Kinder haben in Abänderung des Tom & Jerry-Liedes ,vielen Dank für die Brote’ gesungen.“

Der zehnjährige Andrin findet das Pausenbrot einfach lecker – und er muss es wissen. Denn sein Vater ist Bäcker, wie er stolz verkündet. Luna (9) findet die gesunden Sachen darauf großartig, auch ihr hat das Brot geschmeckt. Aber ihre Klassenkameraden sind ebenfalls begeistert, nur bei den Karotten langen nicht alle Kinder zu.

Das Team mit insgesamt rund 15 Personen trifft sich abwechselnd und bereitet die Pausenbrote vor. Jedes Brot kommt in eine Papiertüte. „Wir versuchen, Müll zu vermeiden, deshalb gibt es keine Plastiktüten. Uns ist es wichtig, die Kinder zu überzeugen, dass es auch mit Vollkornbrot geht, denn oftmals kennen sie nur Weißbrot. Dazu gibt es abwechselnd Karotten, Gurken oder Äpfel“, so die Helfer. Daneben gibt es ein „Schulfruchtprogramm“ des Landes Baden-Württemberg. Alle Kinder bekommen einmal pro Woche regionales Obst, meist sind es Äpfel. „Wir möchten, dass jedes Kind mit genug Energie in den Tag startet und somit besser lernen kann“, erklärt Rektorin Monika Walz-Kurz.