Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Gartenstadt Doris und Werner Piffkowski feiern heute ihre Diamantene Hochzeit / 60 Jahre mit Höhen und Tiefen / Großes ehrenamtliches Engagement

Für jedes gemeinsame Jahr gibt es eine Rose

Archivartikel

In der Silvesternacht 1957/58 hat es gefunkt, heute feiern Doris und Werner Piffkowski ihre Diamantene Hochzeit: Am 3. Juli vor 60 Jahren traten beide vor den Traualtar der Gartenstädter Gnadenkirche, die erst zehn Jahre zuvor erbaut worden war. Ganz traditionell hatte der junge Mann zuvor bei seinen künftigen Schwiegereltern um die Hand seiner Liebsten angehalten.

„60 Jahre! Es kommt mir gar nicht so lange vor“, sagt Doris Piffkowski beim Treffen mit dieser Zeitung und lächelt. Für beide sei es eine aufregende Zeit gewesen, mit Höhen und Tiefen: „Die Schicksalsschläge haben uns zusammengeschweißt“, bestätigt das Jubelpaar.

Als sich die Gartenstädter kennenlernten, waren sie in der Lebensmittelbranche tätig. „Wir haben tatsächlich schon immer nur ein paar Meter voneinander entfernt gewohnt“, berichtet Doris Piffkowski. Sie zog schließlich ins Haus ihres Mannes im Waldfrieden ein, wo sie 58 Jahre gemeinsam lebten, bis sie in ein neues Domizil Am Kuhbuckel wechselten. Mit der Geburt des ersten Sohnes Holger 1963 kümmerte sich die Mutter um die Erziehung, stieg jedoch später wieder ins Berufsleben ein. Als 1972 Sohn Steffen geboren wurde, widmete sie sich ihrem Vollzeit-Job als Mutter und Hausfrau.

Trotz der Schicksalsschläge ließ sich das Paar nicht entmutigen: Noch in jungen Jahren erlitt Werner Piffkowski einen schweren Verbrennungsunfall, der eine Umschulung nötig machte. Anschließend war er 23 Jahre als Personalleiter bei der Schriesheimer Firma Duscholux tätig. Eine schwere Krankheit veranlasste ihn schließlich, vor 28 Jahren in Rente zu gehen.

„Hat mich immer unterstützt“

Trotz allem hält sich der 85-Jährige stets fit, spielte lange Fußball, Handball und Tennis. Als Handball-Schiedsrichter – auch in der Bundesliga – besuchte er viele Spiele, oft begleitet von Ehefrau Doris. Beide kegelten in ihrer Freizeit. Beim Siedlerverein Neueichwald II ist Werner Piffkowski noch heute als Revisor tätig, der SV Waldhof zeichnete ihn mit dem Ehrenring aus, er ist Zöllner des Bürgervereins Gartenstadt und erhielt 2009 die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für 50 Jahre Ehrenamt. Viele Jahre schrieb Piffkowski als Pressewart für Vereine, für Vorortzeitungen und belieferte auch den „Mannheimer Morgen“. „Ohne meine Frau hätte ich das alles nicht leisten können. Sie hat mich immer unterstützt.“ Neben dem Kochen lieben beide auch gemeinsame Zeit mit ihren Kindern nebst Familie, vor allem Enkel Tim hält sie auf Trab. Noch heute fährt Werner Piffkowski mit seinem Ergometer fast täglich mehrere Kilometer.

Als das Jubelpaar zusammenfand, versprach der Ehemann seiner Frau übrigens für jedes gemeinsame Jahr eine Rose, was er stets eingehalten hat: „Auch als er krank war, ließ er sie von Nachbarn besorgen oder vom Zimmerkollegen im Krankenhaus“, erinnert sich die 78-Jährige. Diesmal sind 60 Stück fällig – werden auf Wunsch der Ehegattin aber in Etappen geliefert.