Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Waldhof Bezirksbeirat informiert sich über Sperrung der Sandhofer Straße / Arbeiten starten im September und dauern voraussichtlich bis März 2019

Fußgänger und Radfahrer sind nicht betroffen

Archivartikel

Über den Zustand der ruinierten Sandhofer Straße sprachen die Bezirksbeiräte bei ihrer Sitzung im Saal des Kulturhauses Waldhof. Stellenweise wurde das Tempo bereits auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt. Zwischen dem Teer bilden sich Löcher, unter denen das ehemalige Pflaster wieder hervorkommt.

Aus diesem Grund muss die wichtige Zufahrtsstraße für große Firmen (Roche, Zellstoff) im Norden dringend generalsaniert werden. Dies soll zwischen September 2018 und März 2019 in die Bauphasen nun in Angriff genommen werden, berichtete Sven Lehr vom städtischen Fachbereich Tiefbau. In gleichem Atemzug werden die dort befindliche Hauptwasserleitung und die Bordsteinkanten erneuert.

Als reine Baukosten für alle Gewerke nehme die Stadt rund eine Million Euro in die Hand. Zunächst müsse die Teerschicht vollständig abgetragen werden. Rund 65 Zentimeter werden anschließend ausgekoffert, um die Pflastersteine zu entfernen. Eine neue Tragschicht und eine neue Asphaltschicht werde aufgetragen. Die Einfahrt in die Zellstoffstraße werde neu gestaltet. Die MVV werde eine Hauptwasserleitung erneuern. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung könne ein Schachtbauwerk errichten. Außerdem könne die RNV die Bordsteine an die Höhe der Bahnen angleichen.

Haltestellen bleiben

Lehr betonte, dass die Breite und der Querschnitt der Straße nicht verändert werden. Auch die Haltestellen der Stadtbahn bleiben erhalten. Hier habe die RNV schon früher einmal das Pflaster entfernt. Auf der Fahrbahn werde in Vorrangstreifen für Radfahrer eingerichtet, sodass dieser Steifen insbesondere von Lkw bei Gegenverkehr benutzt werden könne.

In der ersten Bauphase gehe es bis zur Altrheinstraße, in der zweiten bis zum Tor von Roche und in der dritten bis zur Zellstoffstraße. Die Umleitung über Altrhein-, Luzenberg- und Schienenstraße müsse durch eine großräumige Umfahrung des Bereichs ergänzt werden. Die Erreichbarkeit der Firmen werde dadurch gewährleistet.

Der Sprecher der SPD im Bezirksbeirat, Stefan Höß, wollte wissen, welche Lösungen für Fußgänger und Radfahrer während des Umbaus angedacht sind. Nach Auskunft von Lehr können diese während der gesamten Arbeiten zum Ziel gelangen. Lediglich der Autoverkehr sei von den Umleitungen betroffen. Auch die Gleise der Stadtbahn sind nicht betroffen. Die Erneuerung der Gleise in der Sandhofer Straße wurde in das Jahr 2017 vorverlegt, weil die Saint Gobain Glass Deutschland eine fabrikeigene Unterführung in der Sandhofer Straße vom Hafenbecken am Altrhein zum Werksgelände sanierte.

Ein Anwohner fragte, ob der ambitionierte Zeitplan auch wirklich eingehalten werden könne. Als Gegenbeispiel nannte er die Erneuerung der Boveristraße, wo „plötzlich“ ungeahnte Hindernisse die Terminierung erheblich durcheinandergebracht hätten. Der Vertreter der Stadt hofft, dass dies hier nicht vorkomme.

Eine Anwohnerin schlug vor, den bestehenden Radweg hinter den Bäumen zu beleuchten und wieder nutzbar zu machen. Da müsse unter anderem die Baumschutzverordnung zurate gezogen werden, hielt Lehr entgegen. Danach dürften zum Beispiel Wurzeln beispielsweise nicht abgefräst werden. Um den Weg wieder nutzbar zu machen, müssten außerdem die Teeraufbrüche aufgefüllt werden, was ebenfalls mit hohen Zusatzkosten verbunden sei. Die Stadt werde aber nach einer Lösung suchen, versprach der Vertreter des Fachbereichs Tiefbau.