Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Blumenau Bürger ärgern sich über zunehmenden Verkehr und zu hoher Geschwindigkeit der Fahrzeuge / Pendler nutzen Strecke durch den Stadtteil als Ausweichroute

„Hier muss dringend etwas geschehen“

Viele halten sich nicht an die zulässige Geschwindigkeit. Vor allem die Anwohner in der Braunschweiger Allee und dem Viernheimer Weg auf der Blumenau, zum Beispiel Eva-Maria Knoop, wandten sich deshalb an den Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel. Der Verkehr habe nicht nur stark zugenommen, sondern es werde auch deutlich zu schnell gefahren. Der Abgeordnete war mit den Stadträten Egon Jüttner und Thomas Hornung sowie dem Bezirksbeirat Wilken Mampel zum Ortstermin gekommen.

An das vorgegebene Tempo 30 in der Braunschweiger Allee halte sich kaum einer: „Hier muss dringend was geschehen, bevor etwas passiert“, so Eva-Maria Knoop. Beim Termin am Rande Straße konnten alle Beteiligten beobachten, wie schnell die Autos sie passierten. Viele Pendler, vor allem mit dem Kennzeichen HP, bevorzugen diese Strecke auf dem Weg nach Lampertheim. Die Südhessen nutzen seit der Fertigstellung der Umgehungsstraße im Osten von Lampertheim den Weg über Sandtorf und Blumenau, da die B 44 stauträchtig und die Bundesstraße ab Sandhofen bis hin zum Waldhof in keinem guten Zustand sei, sagte Mampel.

Die CDU-Politiker stimmten mit den Anwohner überein, dass die Geschwindigkeit gedrosselt werden müsse. Keine Hoffnung machte Löbel den Betroffenen, was eine deutliche Reduzierung des Durchgangsverkehrs angeht. Hornung brachte eine Geschwindigkeitsanzeige ins Spiel, die entweder das Tempo oder einen Smiley zeige. Die Stadträte wollen sich für eine solche Anzeige einsetzen. Messungen, eine längere Aktivschaltung der Ampel im Viernheimer Weg und das längere Beleuchten der Zebrastreifen im Viernheimer Weg/Braunschweiger Allee sowie weitere bauliche Maßnahmen sollen zur Geschwindigkeitsreduzierung beitragen.

Die Anwohner Manfred Gärtner, Heike Becker und Harald Antos sagten nicht nur, dass sie ihr Grundstück wegen der Raser nicht gefahrlos verlassen könnten. Sie baten auch darum, dass Autofahrer nicht komplett die Gehwege zuparken. Vorsicht sei ebenso an der Bushaltestelle in der Braunschweiger Allee geboten. Kinder, die dort warteten, würden von Autofahrern ignoriert. Die Bewohner hoffen auf die Hilfe der Politiker. „Es muss dringend gehandelt werden. Ich erwarte von der Stadtverwaltung entsprechende Maßnahmen, um die Bürger zu entlasten“, forderte Egon Jüttner. eng