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Sandhofen Griechisch-orthodoxe Gemeinde feiert Sommerfest mit Musik, Tanz und landestypischen Speisen

Im Guten zusammenleben

Das Sommerfest gehört seit 2004 zum festen Bestandteil der griechisch-orthodoxen Gemeinde im Norden Mannheims. Damals hatten die Mitglieder das Patrozinium des Heiligen Johannes von Euböa gefeiert, zu dessen Ehre man die kleine, im Gemeindezentrum Sandhofen integrierte Kapelle errichtet hatte.

Die Legende erzählt, dass Johannes von Euböa als Kriegsgefangener im 18. Jahrhundert in türkische Hand fiel und danach auf dem Sklavenmarkt verkauft wurde. Er habe es jedoch mit seiner Barmherzigkeit in dem Dorf geschafft, dass Muslime und Christen in Gutem zusammenlebten. Die Menschen hätten den kriegsgefangenen Russen als einen Gerechten Gottes angesehen, berichtet Erzpriester Georgios Basioudis im Gespräch mit dem „Mannheimer Morgen“.

Das Sommerfest der griechisch-orthodoxen Gemeinde zählt in Sandhofen zu den gut besuchten und beliebten Festen. Es gibt ein sehr gutes Verhältnis zu den angrenzenden Nachbarn. Unter den Gästen waren auch viele Besucher der benachbarten katholischen St. Bartholomäusgemeinde.

Warteschlange am Essensstand

Dass Tzatziki, Souflaki, Gyros und weitere griechiche Spezialitäten nicht nur unter den Hellenen beliebte Gerichte sind, zeigte sich an der großen Schlange vor der Essensausgabe. Nicht nur wegen Gyros und Souflaki, sondern primär wegen der freundschaftlichen Verbundenheit in der Ökumene besuchen die Katholischen gerne das Fest der Griechen auf ihrem Gelände in der Zwerchgasse.

Zum Fest gehören traditionell auch immer die griechische Musik und Tänze. Für die Klänge sorgte das Duo „Odysseus“, Tänze führte die deutsch-griechische Gruppe „Hellas“ aus Schwetzingen vor.