Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Waldhof Gospelchor „Joyful Voices – Das Rote Mikrofon“ singt im Rahmen der Kulturtage im Franziskussaal / Auch Pop-Klänge im Repertoire

Konzert mit einem Kleiderwechsel

In der Bühnenfinsternis, erleuchtet von Scheinwerfern, beschworen die Sängerinnen und Sänger der „Joyful Voices – Das Rote Mikrofon“ mit hochgerissenen Armen ausgelassene Partystimmung im Franziskussaal auf dem Waldhof. „Gestern sind die Dreharbeiten für den nächsten James-Bond-Film abgeschlossen worden“, verkündete Moderator Jörg Riebold, der großer Fan des Geheimagenten 007 ist, in Bezug auf den angestimmten Song „Skyfall“ von Adele. „Im April werde ich sofort ins Kino rennen, um ‚No Time To Die’ zu sehen“, versicherte er.

Im Rahmen der Kulturtage im Stadtteil Waldhof gab das Ensemble unter Leitung von Dirigent Andreas Luca Beraldo ein vom begeisterten Publikum gefeiertes Konzert, das mit „Gospel meets Pop“ überschrieben war.

Von Liedern wie „10 000 Reasons“ über „Wade in The Water“ bis „I Get Around“ von den Beach Boys reichte diesmal das Programm des Gospelchors. Von den Beach Boys gilt besonders das Album „Pet Sounds“, das vor drei Jahren sein 50-jähriges Jubiläum feierte, als bahnbrechender Meilenstein.

Gegenwärtig nimmt das „Rote Mikrofon“, wie das Ensemble zusätzlich heißt, im Cryptonstudio im idyllischen Odenwaldort Wald-Michelbach auf, um voraussichtlich Mitte 2020 eine neue CD zu veröffentlichen. Im Franziskussaal wurde der Klangkörper instrumental von Dirigent Andreas Luca Beraldo, der am E-Piano saß, Bassist Volker Heiderich, Gitarrist Peter Kraus und Schlagzeuger Alex Franken begleitet. Als die vielen Stimmwunder bei der Nummer „Here I Am To Worship“ ankamen, nahm der Gospelchor das Tempo heraus. Später trug Bassist Volker Heiderich einen knallroten Hut, der stark an das Markenzeichen der Informatiker-Gruppe „Red Hat“ erinnerte.

Kleine Kerze spendet Licht

Um das Stück „This Little Light Of Mine“ optisch zu illuminieren, entzündete Moderator Jörg Riebold als Lichteffekt eine kleine Kerze. Bei dem Stück „To Me It’s So Wonderful“ stieg Sängerin Astrid Bauer von der Bühne herab und wanderte durch die Besucherreihen. „Kennen Sie die TV-Sendung ‚Kaffee oder Tee’ im SWR-Fernsehen? Ich hatte diese Sendung bis vor wenigen Wochen noch nicht gekannt“, gab Riebold zu, der außerdem für die Internetseite www.patreon.com trommelte, auf der man ab sofort die „Joyful Voices“ als digitaler Patron finanziell unterstützen kann, damit das Ensemble das gebuchte Tonstudio bezahlen oder sich ein neues E-Piano anschaffen kann.

Am 6. September waren die Gospel-Sänger in der SWR-Sendung „Kaffee oder Tee“ zu Besuch gewesen, als musikalische Studiogäste im Funkhaus Baden-Baden. Mit ihren poppigen bis kirchlichen Liedern kommen die Gesangstalente ganz schön herum, immerhin waren die Mitglieder bereits auf Konzertreise quer durch die Vereinigten Staaten gewesen.

Der Urdirigent des Ensembles, Friedemann Stihler, wohnt mittlerweile in der Nähe von Atlanta, Georgia. „Der lebt sein Leben in den USA“, schilderte Sängerin Miriam Böhler, die Erste Vorsitzende des Fördervereins.

Zuhörer feiern das Ensemble

In der zweiten Konzerthälfte wechselten die bejubelten „Joyful Voices“ nicht nur ins Popfach, sondern ebenso das Outfit. Darüber hinaus stimmte der Klangkörper, der im Rahmen der Kulturtage Waldhof auftrat, zusätzlich auch noch weitere Songs an wie „Stairway To Heaven“ von Led Zeppelin, „Build Me Up Buttercup“ von The Foundations, „Man In The Mirror“ von Michael Jackson und die Hymne „Auf uns“ von Andreas Bourani.