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Gartenstadt Gospelchor „Joyful Voices – Das Rote Mikrofon“ singt unter der Leitung des neuen Dirigenten Andreas Luca Beraldo in der evangelischen Gnadenkirche

Mal kraftvolle, mal nachdenkliche Töne

Archivartikel

In der evangelischen Gnadenkirche gab der Gospelchor „Joyful Voices – Das Rote Mikrofon“ ein umjubeltes Konzert. Mit Liedern wie „Song of Praise“ von Knut Nystedt begeisterten die Sängerinnen und Sänger um den neuen Dirigenten Andreas Luca Beraldo das Publikum in der Gartenstadt.

„Das macht schon Spaß im Vornherein“, freute sich Sängerin und Moderatorin Miriam Böhler, die zudem Vorsitzende des Gospelchors ist, über die zahlreichen Besucher. „Wir singen nicht nur Gospels, sondern alles, was uns Spaß macht, anspruchsvolle Literatur, aber auch Rock und Pop“, erklärte sie weiter.

Vor einem Jahr verlegte der ursprüngliche Chorleiter Friedemann Stihler mit seiner Ehefrau seinen Lebensmittelpunkt in die Vereinigten Staaten nach Atlanta, Georgia. Deshalb führt seit August 2017 der neue Dirigent Andreas Luca Beraldo das auftrittsfreudige Ensemble. „Friedemann Stihler hatte die Stelle damals ausgeschrieben“, so Beraldo.

Grüblerische Zeilen

In der Gnadenkirche interpretierte der Klangkörper die Stücke „Come in and stay a while“ von Rhonda Polay, „Some Nights“ von Nate Ruess und „10 000 Reasons“ von Jonas Myrin. Und zwischendurch sangen die Joyful Voices eine Hommage an ihren ehemaligen Dirigenten Friedemann Stihler, nämlich den Song „A Whiter Shade of Pale“ von Procul Harum, die musikalische Visitenkarte Stihlers. Grüblerische Zeilen erklangen dagegen in der Nummer „Manchmal braucht man einen, der mit einem geht“, die von Arztbesuchen und unklaren Diagnosen handelt. Außerdem standen in der Gnadenkirche die Stücke „Order My Steps“, „O Täler weit“, „Here I am to worship“ und der Coldplay-Song „Fix you“ auf dem musikalischen Programm.

Fingerschnippend stimmte der Gospelchor die Nummer „This Little Light of Mine“ an, darüber hinaus brachten die Stimmwunder die Songs „I’ll Be There“, „Inspired“, „To Me It’s So Wonderful“ und „Elijah Rock“ zu Gehör.

„Große Umstellung“

Wie verlief das zurückliegende Jahr 2018 für die Joyful Voices? „Es war eine große Umstellung für uns, Friedemann Stihler hat ja 19 Jahre den Chor geleitet“, verriet Böhler. „Mit einem neuen Chorleiter kommen neue Inhalte rein“, schilderte die 30-Jährige, die eine Nichte von Friedemann Stihler ist.

In diesem Jahr haben die Joyful Voices ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert und traten im September zudem auf dem 9. Internationalen Gospelkirchentag in Karlsruhe auf. Die Joyful Voices singen übrigens nicht nur in Gotteshäusern, sondern auch auf Geburtstagen und Hochzeiten. In der Pause verkaufte der Chor CDs: „Wir hoffen, Ihnen gefällt, was Sie hören“, warb Böhler um weitere Chormitglieder. „Wir können Verstärkung gebrauchen, Sie dürfen mitsingen.“

Noch hat das Rote Mikrofon nicht allzu viele Mitglieder, darum seien die Joyful Voices ein kleiner Verein. Im Rahmen des Konzerts verabschiedete sich der Gospelchor von der Mitsängerin Jessica Feil, die wegen ihrer Schwangerschaft pausiert, aber eventuell wieder zurückkehrt.