Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Waldhof Markus Weber und Diether Scheithe bei Kulturtagen

Musikalische Zeitreise im Garten

Archivartikel

Mit ihrem Programm „Die Zwei von der Klangstelle“ wollen Markus Weber und Dieter Scheithe in die 1920er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entführen. Auf dem Programm stehen Lieder und Melodien sowie literarische Texte von Tucholsky, Ringelnatz und Kästner.

Am Samstag, 13. Juli, ist das Programm über die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in einer Freilichtaufführung im Innengarten des Caritas-Zentrums auf dem Waldhof (Speckweg 15) zu sehen – der Vorverkauf läuft, teilt Uwe Grundei von den Kulturtagen Waldhof mit.

Der Abend mit Melodien und Liedern ist dabei eingebettet in den Zeithintergrund – und bestückt mit literarischen Kostbarkeiten von Ringelnatz, Tucholsky und Erich Kästner. Zu Gehör kommt beispielsweise das Flüstergedicht „Zehn kleine Meckerlein“, dessen Besitz mit zwei Jahren Zuchthaus bestraft wurde. Der musikalische Bogen reicht von der harmlosen Erotik („Ich hab das Fräulein Helen baden sehn“) bis zur Femme fatale („Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben“), von einer „Nacht voller Seligkeit“ bis hin zu der Gewissheit: „Es wird einmal ein Wunder geschehn“. Vom Abschiedslied von Richard Tauber, vom Heimwehlied von Marlene Dietrich bis zu Ruth, die guttut, und zu Hans, der sich beim Tanz so ungeschickt anstellt.

Beginn der Revue ist um 19 Uhr (Einlass und Dinner 17 Uhr). Tickets zu 24 Euro oder 49 Euro (inklusive Abendessen des Restaurant Landolin) gibt es unter www.reservix.de und an allen Vorverkaufsstellen. Bei schlechtem Wetter findet das Essen im Restaurant und das Konzert im Franziskussaal statt. Informationen gibt es unter Telefon 0173/6 21 62 94.

„Es ist kein Liederabend, wie man ihn sich vorstellt, sondern eine musikalische Zeitreise“, heißt es in der Ankündigung – ein Wissenschaftskabarett aus einer Zeit, die geprägt war von Übergängen: „von der Demokratie zur Diktatur, vom friedlichen Miteinander zur rassistischen Ausgrenzung, von den freien Künsten zur diktierten Kunst“. baum