Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Gartenstadt Spielplatz Hainbuchenweg eröffnet / Maßnahme gehört zum Konzept der Stadt Mannheim

Sandsteinblöcke als Sitze und Bänke

Es gibt Sandsteinfindlinge zum Ausruhen, Tipi und Balancierbalken sind einsatzbereit und der bunte Schneckenmann lächelt freundlich. Kinder aus der Nachbarschaft werfen schon mal ein paar neugierige Blicke auf den neuen Spielplatz am Hainbuchenhof. Bei wunderbarem Herbstwetter wurde der naturnah zurückgebaute Spielplatz am Ende der Waldpforte eingeweiht.

Naturnah und hochwertig

Hinter einem neuen Spielplatz stecke jede Menge Arbeit, wie Bürgermeisterin Felicitas Kubala und Markus Roeingh vom Grünflächenamt der Stadt Mannheim den zahlreich erschienenen Stadträten, Bezirksbeiräten und Bürgern berichteten. „Der Spielplatz Hainbuchenhof ist wieder mal ein hervorragendes Beispiel für den engagierten Neubau eines Spielplatzes – naturnah, aber durchaus hochwertig“, erklärte die Bürgermeisterin.

Ausgeführt worden seien die Arbeiten von Auszubildenden des Fachbereichs Grünflächen im Rahmen des Spielplatzkonzeptes der Stadt Mannheim 2016. Danach sollen von den 280 Spielplätzen in der Stadt im Laufe von zehn Jahren 43 saniert und 30 naturnah zurückgebaut werden. Für die jeweiligen Sanierungs- und Umbauarbeiten hätten sie sich in jedem Stadtteil das Einverständnis der Bezirksbeiräte und Bürger geholt, betonte die Bürgermeisterin.

Kritik im Vorfeld

Es habe viel Kritik gegeben zur naturnahen Umgestaltung. Beim neuen Spielplatz Hainbuchenhof könne man genau sehen, wie das funktioniert. „Natürlich fördern Spielgeräte die Motorik, können sich Kinder auf Spielgeräten austoben, aber Kinder erfinden auch Geräte selbst“, erklärte die Bürgermeisterin. Kinder brauchten vor allem Freiraum und viel Bewegungsraum. Das hätten sie intensiv diskutiert und das sei hier offensichtlich auch angekommen. „Das wurde hier vorbildlich umgesetzt, der Spielplatz Hainbuchenhof ist ein Lehrstück“, betonte die Bürgermeisterin. Im Rahmen des Spielplatzkonzeptes würden in der Gartenstadt zudem die Spielplätze Eichenhof und Eschenhof mit verschiedenen Geräten im nächsten Jahr entwickelt.

Markus Roeingh erklärte, die naturnahe Umgestaltung des Spielplatzes Hainbuchenhof erhalte durch die Umsetzung im Rahmen der Ausbildung von Gärtnern und Landschaftsbauern aus ihrem Fachbereich eine besondere Prägung. Bei Aufbau und Gewerken seien viele Ausbildungsinhalte realisiert worden. Mitarbeiterin Ina Große-Wilde erläuterte: Die Sandsteinblöcke, die zum Ausruhen und Picknicken einladen, können auch als kleines Klassenzimmer dienen. Die Hügelbereiche sollen ebenfalls zum Spielen genutzt werden. Brennholzfenster laden ein zum Entdecken und Durchschauen, sind mit verschiedenen Hölzern bestückt. Durch das kleine Tipi sollen Kinder angeregt werden, sich einen Unterstand zu bauen. Weil noch Material übrig war, gab es auch noch einen Balancierbalken. „Ausbildungsleiter Stefan Metzner und sein Team haben die Ideen toll umgesetzt“, lobte Große-Wilde. Und da ausschließlich recyceltes Material, das an anderen Baustellen übrig war, verwendet wurde, betragen die Kosten auch nur 13 000 Euro. „Es sind Sachen, die im ersten Moment unspektakulär sind, die aber die Entdeckungslust der Kinder wecken“, sagte sie.

Begeisterter Förster

Förster Daniel Weißgerber vom nahegelegenen Waldhaus ist begeistert von der naturnahen Gestaltung. Da könne er gut mit seinem umwelt- und waldpädagogischen Programm anknüpfen. „Großstadtkinder soll man da abholen, wo sie sind, wobei der Wald für sie oft was Fremdes hat“, erklärte er. Am Spielplatz Hainbuchenhof könnten sie sich beim Übergang zum Wald hin treffen, picknicken und dann in den Wald gehen. Bei Veranstaltungen im Waldhaus könnten sie den naturnahen Spielplatz auch als schönen und würdigen Abschluss für einen erlebnisreichen Tag nutzen, kündigte Weißgerber an.

Hauptattraktion bei der Einweihungsfeier war natürlich der neue Spielplatz, und die Kinder nutzten auch gleich begeistert die Möglichkeit, ihn zu erkunden und sich nach Herzenslust auszutoben.