Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Waldhof Bund beteiligt sich mit einem Drittel der Kosten an Erneuerung der Fassade / Baubeginn voraussichtlich Ende des Jahres

Schule atmet auf: Neue Fenster kommen

Die Lage der Waldhofschule ist exponiert. Luzenbergstraße, B 44 und Bahngleise führen vorbei. Werden die Fenster zu dieser Seite hin geöffnet, erschwert der Lärm den Unterricht erheblich. Dennoch bleibt im Sommer oft gar nichts übrig, als zu lüften. Denn die Einfachverglasung sorgt für Temperaturen, die mitunter an die 40 Grad heranreichen. Mit diesen Zuständen soll es bald vorbei sein, denn es gibt eine Perspektive: Der Bund beteiligt sich mit 866 000 Euro an der 2,74 Millionen Euro teuren Dach-, Fassaden- und Fenstersanierung. Das teilte die Stadtverwaltung der Schule jetzt mit.

„Das ist eine sehr positive Nachricht und macht uns glücklich“, strahlt Rektorin Monika Walz-Kurz im Gespräch mit dieser Zeitung: „Wir freuen uns vor allem für die Kinder.“ Denn die hatten und haben unter den desolaten Zuständen seit vielen Jahren am meisten zu leiden (wir berichteten).

Die Fenster sind teilweise verfault und mehrfach gekittet, einige lassen sich schon gar nicht mehr öffnen. Und wenn es stärker regnet, dringt Wasser in die Zimmer ein. So heiß es im Sommer wird – im Winter ist es zugig und kalt. Immer wieder sei man vertröstet worden, hatte sich Monika Walz-Kurz im Dezember 2018 beklagt. Jetzt atmet sie auf.

„Wir freuen uns, dass der Gemeinderat die Mittel bereitgestellt hat“, betont auch Bildungsbürgermeisterin Ulrike Freundlieb. Noch im Februar sollen die Planungsleistungen vergeben werden, kündigte die Stadt auf Nachfrage an. Die Vorlage der abschließenden Planung ist für den Sommer geplant, der Gemeinderat muss dann noch einmal zustimmen. Dieses Votum vorausgesetzt, können laut Verwaltung erste bauliche Maßnahmen Ende des Jahres beginnen.

Wunsch nach Ganztagsbetrieb

Die SPD-Fraktion, die sich im Dezember vor Ort über die Probleme informiert hatte, nahm die Förderzusage „mit großer Freude“ auf – genauso wie die Mannheimer Liste. Die ML weist aber auch darauf hin, dass das nur ein erster Schritt sein könne. Schließlich strebt die Schule seit langem eine Generalsanierung und einen Ganztagsausbau an.

Eigentlich hätte es schon 2012 so weit sein können. Vor gut sechs Jahren, so Walz-Kurz, sei es im Auftrag der Stadt darum gegangen, eine inklusive Ganztagsschule zu entwickeln – mit entsprechenden baulichen Veränderungen und Verbesserungen. „Das hat uns viel Zeit, Energie und Mühe gekostet“, so die Rektorin vor ein paar Wochen. Aber passiert sei nichts.