Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Waldhof Stadtteil-Vertreter und Medienleute sprechen bei „Gib der Presse Saures“ im Kulturhaus über Themen im Vorort

„Sind im Norden gut aufgestellt“

Archivartikel

Es ist eine traditionsreiche Veranstaltung auf dem Waldhof: Regelmäßig lädt der Kulturverein unter dem Motto „Gib der Presse Saures“ Medienvertreter aus dem Mannheimer Norden ins Kulturhaus ein. Doch sauer war lediglich das Kraut, das zur Bratwurst serviert wurde: Denn die Veranstaltung verlief wie immer harmonisch und konstruktiv.

Kulturvereins-Chef Stefan Höß begrüßte zahlreiche Vertreter von Vereinen, Kirchen, Parteien und Organisationen: Sie waren eingeladen, um der Presse „Saures“ zu geben, hatten jedoch überwiegend Positives zu vermelden und tauschten sich über Probleme im Stadtteil aus.

Dank an Politik

Stefan Höß begrüßte die vermehrte Berichterstattung aus angrenzenden Stadtteilen und berichtete über Probleme mit dem Wasseranschluss im Kulturhaus: „Wir saßen hier am Aschermittwoch und hatten kein Wasser. Unsere Wasseruhr ist in einem fremden Gebäude“, so der Kulturvereins-Vorsitzende. Der Anschluss an eine neutrale Uhr sei von der Stadt veranlasst worden. Innerhalb des Vereins laufe die Arbeit bestens. Die Planungen für das Stadtteilfest seien bereits im Gange. In puncto Taunusplatz dankte Höß der Politik für die Unterstützung.

„Wir sind im Norden medial gut aufgestellt und werden vielschichtig informiert“, sagte Stadtrat Konrad Schlichter (CDU). Das sei wichtig: „Denn es gibt in Mannheim keinen Stadtteil, der so sein Gesicht wandelt wie der Bereich Waldhof-Luzenberg, und zwar im positiven Sinne.“ Auch Stadtrat Roland Weiß (FW/ML) dankte für die Berichterstattung. Die Presse sei oft an vielen Abenden hintereinander im Norden unterwegs.

Rolf Remmele, Präsident des Carneval Clubs Waldhof (CCW), hätte sich mehr Berichterstattung von den CCW-Terminen während der Kampagne gewünscht und hofft, dass künftig über mehr Veranstaltungen geschrieben wird. Bezirksbeirat Thomas Steitz (FW/ML) räumte ein, dass ihm die „ausreichende Berichterstattung“ genüge. Die Redaktion des „Mannheimer Morgen“ bat um Verständnis, dass es wegen zahlreicher Fasnachtsvereine, die gleichzeitig feiern, an Platz mangele und schlug vor, doch auch von Veranstaltungen außerhalb der Kampagne zu berichten. Stefan Höß berichtete als Vorsitzender aus dem CCW: „Viele Gardekinder kommen aus Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen. Und eine Uniform kostet 300 Euro.“

Wolfgang Katzmarek, Vorsitzender der „Freunde des Karlsterns Mannheim e.V.“, erinnerte an die verstorbenen Tiere im Bisongehege im vergangenen Jahr. Im April waren die beiden männlichen Bisons der Herde gestorben, weil sie zu viel Brot gefressen hatten. Unachtsame Spaziergänger hatten den Tieren trotz des Fütterungsverbots Backwaren gegeben. Katzmarek bat darum, das Fütterungsverbot weiterhin einzuhalten – gerade jetzt steige die Anzahl der Spaziergänger, die bei schönem Wetter unterwegs seien.

Vertreter der Speckwegsiedler um die Vorsitzende Karin Pacel wollten wissen, warum es länger gedauert habe, bis ihr Artikel erschienen sei. Durch die Osterfeiertage und eines Warnstreiks der Redakteure war es zu Verzögerungen gekommen.

Gekocht hatten Markus Reisigel und Elke Kreuzer, der Kulturvereinsvorstand servierte die Speisen.