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Gartenstadt Schönstattfamilie feiert Kapellchenfest

Spiegelbild in der Truhe entdeckt

Am Rand der Stadt Mannheim im Stadtteil Gartenstadt liegt die Marienkapelle der Schönstattbewegung. Dort wurde jetzt das traditionelle Kapellchenfest gefeiert.

Im Mittelpunkt stand das Matthäus-Evangelium 13,44 rund um den Schatz im Acker: "Alles was ich zum Leben brauche, hat Gott in mich hineingelegt. Er selbst ist und schenkt mir in der Eucharistie die Kraft und Zusage: Ich bin bei Dir!"

Die mitwirkenden Kinder spielten das Gleichnis mit Freude nach: Nachdem sie den Schatz schließlich entdeckt hatten, durften sie auch einen Blick in die mit Tüchern bedeckte Truhe vor dem Altar werfen. Wer in diese Truhe hineinblickte, entdeckte sein eigenes Spiegelbild.

Schatzkiste mit Namen

"Die Kinder fanden sehr schnell heraus, dass für Gott jeder Mensch eine Schatztruhe und somit sehr wertvoll ist. Gott legt in diese Schatzkiste einen Namen und eine Begabung, die nur diese Person erfüllen kann", berichten Sigrid und Gerhard Lentz von den Aktionen anlässlich des Kapellchenfestes. Die Kinder konnten anschließend ihr eigenes Schatzkistchen gestalten und mit ihrem Namen gestalten. Zum Schluss des Gottesdienstes wurde in diese Schatzkisten jeweils ein Edelstein als Symbol für das Wertvolle im Menschen gelegt.

Auch die Erwachsenen wurden zum Mitmachen aufgefordert und durften auf aufgeblasene Luftballone schreiben, für was sie dankbar sind, um dann beim Singen diese Gedanken dem Nachbar zu zuwerfen. Jeder durfte einen Ballon mit nach Hause nehmen und wurde dazu angehalten, in der kommenden Woche besonderes Augenmerk auf die Dankbarkeit zu legen.

Gemütliche Runde

Der Gottesdienst wurde von der Familienband musikalisch gestaltet; zelebriert wurde er von den Pfarrern Stefan Schaaf und Dieter Heck. Anschließend saßen die Gäste bei Kaffee und Kuchen, Gegrilltem und leckeren Salaten noch in gemütlicher Runde beisammen. Die Schönstattfamilie bedankte sich anschließend bei den Pfarrern Schaaf und Heck, den Ministranten, der Familienband, sowie allen Helfern und Mitwirkenden.

Schönstatt ist eine internationale geistliche Bewegung in der katholischen Kirche. Die geistliche Familie ist in über 90 Ländern vertreten. Entstanden ist sie im Oktober 1914. Damals schlossen Pater Josef Kentenich (1885-1968) und einige Jugendliche in einer kleinen Kapelle ein Bündnis mit Maria und schufen einen Pilgerort im Bistum von Fulda. "Bei seinem Besuch 1980 in Fulda nannte Papst Johannes Paul II. Pater Kentenich eine der großen Priestergestalten der neueren Geschichte", informiert die Schönstatt-Bewegung. baum/red