Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Nord/Waldhof Turbulente Mundartkomödie von „Was ä Theater“ kurz vor dem Teil-Lockdown im Franziskussaal

Strandhotel Rimini liegt ganz nah am Waldhof

Archivartikel

Wenn die Laienschauspielgruppe „Was ä Theater“ im Franziskussaal auf dem Waldhof auftritt, dann ist Turbulenz auf der Bühne angesagt. So war es gar nicht verwunderlich, dass dies auch bei der Premiere von „Alles fer umme – nix umsunscht“ ganz kurz vor dem coronabedingten Teil-Lockdown so geschah.

Die Zuschauer waren jedenfalls total begeistert und spendeten am Ende, als sich schließlich fast alles wieder zum Guten gewendet hatte, den verdienten Lohn der wochenlangen mühevollen Probenarbeit in Form eines langanhaltenden Beifalls. Mehrere Besucher äußerten sich denn auch zufrieden. „Das war sehr schön. Die können halt auch unseren Dialekt besonders gut“ war da zu hören. Oder einfach nur: „Uns hat das gefallen. Es war ein schöner Abend.“

Wer in die Gesichter der Zuschauer auf dem Heimweg blickte, der sah ausschließlich fröhliche und vergnügte Mienen. Zusammen mit der Stadt und der Vermieterin des Saales war zuvor ein ausgefeiltes Hygienekonzept ausgearbeitet worden, welchen peinlich genau von allen eingehalten wurde. So war der Besuch auf 90 Plätze beschränkt. Zur Toilette oder zu den Getränken ging es nur im Einbahnstraßensystem. In den Pausen wurde der Saal gelüftet.

Mehr und mehr unter Druck

Aber dann begann die Komödie im Strandhotel Robin und Sohn in Rimini. Animateur Enzo Lavazza (Frank Kappler) hatte das Clubhotel eigentlich ganz gut im Griff gehabt. Sogar das Publikum wurde bei der Animation am Pool mit eingebunden und schwang die Schwimmnudel auf Anweisung des Animateurs.

Aber schlagartig ändert sich das alles, als im Clubhotel Robin und Sohn unfreiwillig der halbe Waldhof und die halbe Schönau aufeinandertreffen. Claudia Hemmel (Jasmin Stahl) steht kurz vor dem Start ihres Wahlkampfs als Bürgermeisterin im Wahlkreis Waldhof und Katja Greulich (Michaela Menges), ihre beste Freundin und superreiche Gönnerin, wollen sich nur ein paar Tage so richtig austoben – so ganz ohne Freund und Ehemann versteht sich.

Das kann eigentlich gar nicht gut gehen. Wenn dann Katja ihrer Freundin eine dissoziale Persönlichkeitsstörung unterstellt, ist Tohuwabohu angesagt. Die allseits bekannte Friseuse Daniela Schmidt (Manuela Offenhäuser) bringt mit ihrem Freund Manfred (Klaus Stahl) im gleichen Hotel weiter alles durcheinander. Daniela erkennt sehr schnell, dass hier etwas vorgefallen sein muss, dem es sich lohnt nachzugehen.

Brisant wird die Situation für Claudia und Katja, als dann Claudias Ehemann Hans-Joachim (Bernd Christensen) in Rimini auftaucht, weil ihn seine Yoga-Männergruppe versetzt hat. Enzo gerät gleichzeitig mit seinen vielen Frauenbekanntschaften mehr und mehr unter Druck. Ihm hat es die schöne Isabella (Sina Lange) angetan, die aber schon bald, wegen des Jobs, zurück ins kalte Deutschland muss.

Kaum dreht sie ihm den Rücken, wendet er sich aber auch schon der verführerischen Marina (Sabine Kuhn) zu, die sich doch mehr erhofft als nur eine Liebelei. Doch wer ist der ominöse Olaf (Frank Kappler in einer Doppelrolle), der durch das Hotel schleicht und eine Schlafgelegenheit sucht?

Weiteres wird nicht verraten, jedenfalls schaukelt sich Enzos Frauenverschleiß zu immer heftigeren Verwicklungen auf, schließlich sei es ja nicht verwunderlich, wenn ein Schönauer wütend ist, dass dann die ganze Erde bebt. Versöhnlich wird es aber wieder, als der Ohrwurm „Azzurro“ von Adriano Celentano erklingt. Mehr wird wie schon gesagt nicht verraten.