Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Waldhof Bunter Bühnenzauber beim 40. Stadtteilfest / Schulen, Kindertagesstätten und Vereine tragen zum Programm bei

Tanzend durchs Jubiläum

Im Jubiläumsjahr ist manches anders: Im Unterschied zum Stadtteilfest 2018 verlief die schwarz-rote Kooperation auf dem Waldhof beim Fassbieranstich zum Auftakt problemlos. Landtagsabgeordneter Stefan Fulst-Blei (SPD) hielt das Fass, und Stadtrat Konrad Schlichter (CDU) schlug es erfolgreich an.

Mehr Probleme hatte der Ex-Prinz des Feuerio, Alexander Fleck beim 40. Fest dieser Art im Stadtteil. Der Neu-Senator beim Carneval Club Waldhof (CCW) sollte ein Fass beim Frühschoppen anschlagen. Senatspräsident Stefan Wolf hatte zu diesem Zweck einen runden Anschlagsklöppel besorgt. Prompt schlug Fleck den Regulierungshahn kaputt. Da aber Ersatz vorhanden war, blieb die Senatorenrunde nicht auf dem Trockenen sitzen.

1978 organisierte der Waldhofer Kulturverein sein erstes Straßenfest auf dem alten Waldhof. Die teilnehmenden Vereine hatten ihre Stände in der Jakob-Faulhaber-Straße aufgebaut, und im Schulhof der Waldhof-Förderschule stand ein großes Festzelt. Die Bühne erhob sich wuchtig vor dem damaligen Gemeindesekretariat. 22 Mal, mit einer Unterbrechung, feierten die Waldhöfer mit ihren Gästen aus nah und fern hier fröhliche Feste.

Nachdem der Zulauf der Besucher nachließ und nur noch sieben Vereine bereit waren, mitzumachen, kam die Überlegung auf, das Fest auf den zentralen Taunusplatz zu verlegen. 2003 wurde dann das erste Fest, unter der der neuen Bezeichnung, Stadtteilfest, auf dem Taunusplatz von Baubürgermeister Lothar Quast eröffnet. In diesem Jahr fand nun das 40. Stadtteilfest auf dem Waldhof statt. Und zum Jubiläum hatte die Organisatorin des Bühnenprogramms, Elke Kreuzer, ein tolles Angebot auf die Beine gestellt.

Doch zuerst trafen sich die Helfer am Kulturhaus zum traditionellen Dämmerschoppen mit Fassbieranstich. Der Dämmerschoppen war auch in diesem Jahr sehr gut besucht, als das Freibier floss. Das Fest selbst begann am Samstag mit dem Grußwort von Dekan Ralph Hartmann. Er riet anlässlich des „Tages des Kusses“, auf Hass-Botschaften in den sozialen Medien zu verzichten. Hartmann dankte den Organisatoren für die Mühe, die sie sich gemacht haben. Stolz zeigte er sich auch auf die Mitglieder der Gemeinde, die sich hier aktiv am Gemeinschaftsleben beteiligten.

Seiltanz-Vorführung

Anschließend eroberten die Kinder des Eltern-Kind-Zentrums am Speckweg und der Evangelische Kindergarten Stolberger Straße die Bühne und begeisterten die Zuschauer mit ihren fröhlichen Liedern. Mit Gesang überzeugten ebenfalls Kinder aus der Friedrich-Ebert-Schule – hier dirigierte die Rektorin Ulrike Hartmann selbst – und aus der Waldhofschule unter Leitung von Isabell Heimbücher.

Weiter erfreuten die German Group of Tai Chi, die Jazz-Kids vom TV 1877 und die Garde des CCW. Die Leistungssportgruppe „Rope Skipping“ von der TSG-Seckenheim beeindruckte ebenfalls. Im vergangenen Jahr hatten sich Seilsportlerinnen für die WM in Shanghai qualifiziert. Spieler der ersten Mannschaft des SV Waldhof rundeten das Nachmittagsprogramm ab. Den Abschluss des ersten Tags machte die Gruppe Grey, Black & Blond. Bei deren Musik verweilten die Besucher gerne bis in die frühen Nachtstunden auf dem Taunusplatz.

Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Festplatz. Anschließend trafen sich die Senatoren des CCW zum zweiten närrischen Frühschoppen. Ab 12.30 Uhr startete das Bühnenprogramm mit der Garde des CCW. Caprice mit Chevalard unterhielt mit ihren Rap-Songs, und danach präsentierte sich die neue Abteilung des CCW, die Cheerleader, mit gekonnter Akrobatik. Landesübliche Tänze zeigte die Serbische Volkstanzgruppe Sloga. An beiden Tagen präsentierte SVW-Stadionsprecher Dirk Schiele eine Modenschau mit SVW-Fan-Artikeln, die von Mitgliedern des CCW gezeigt wurden.Zum Abschluss eines gelungenen Festes spielte die Band Two and the Five am Sonntagnachmittag.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/stadtteile

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