Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Unzumutbare Zustände

Bertram Bähr zur Schulentwicklung in der Gartenstadt

Der gemeinsame Campus von Wald- und Delpschule mit mindestens 1200 Schülern ist vom Tisch. Das ist nach der eindeutigen Positionierung der beiden Rektoren, der Elternbeiräte und Eltern keine Frage. Über deren Köpfe hinweg lässt sich keine Entscheidung treffen. Damit ist auch klar, wohin die Reise geht: Die beiden Bildungsstätten werden an ihren jeweiligen Standorten weiterentwickelt.

Auch wenn die derzeitigen Erstklässler davon mit Sicherheit nichts mehr haben werden: Für die Alfred-Delp-Schule rückt der lange ersehnte Neubau näher, in der Prioritätenliste der Verwaltung wird er zumindest als „mittelfristig“ bezeichnet. Ganz anders bei der Waldschule. Seitens der Stadt heißt es, es gebe „keine konkrete zeitliche Perspektive“. Wer die zum Teil unzumutbaren Zustände an der Werkrealschule in der Gartenstadt kennt, kann darüber nur den Kopf schütteln.

Ob eine Schule eine zeitliche Perspektive erhält, entscheidet allerdings nicht die Fachabteilung im Rathaus – sondern der Gemeinderat. Da macht es Hoffnung, dass der Mannheimer SPD-Chef Stefan Fulst-Blei die Situation an der Waldschule für nicht mehr tragbar hält. Und dass die Mannheimer Liste sogar schon aktiv geworden ist. In der gestrigen Gemeinderatssitzung legte sie mit Blick auf den Doppelhaushalt 2020/21 zwei Anträge auf den Tisch: Darin fordert die ML nicht nur „Planungs- und Investitionsmittel für den Neubau der Alfred-Delp-Grundschule“, sondern eben auch für die Waldschule. Gut so!