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Gartenstadt Zirkustage im Jugendhaus Waldpforte

Verfolgte Artistin gerettet

Wenn in der kommenden Woche die im Jugendhaus Waldpforte die zweiten Mannheimer Zirkustage über die Bühne gehen, geht es nicht nur um die Vorbereitung eines bunten Abschlussfestes. Einen großen Anteil nimmt an den sechs Tagen vom 15. bis 20. Oktober auch die politische Bildung ein – genauer: der Blick auf Schicksale von Zirkusleuten in der Zeit des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Circus – Freiheit – Gleichschaltung“, Zirkus im Nationalsozialismus, die bis zum 20. Oktober im Saal des Jugendhauses zu sehen ist.

Bei der Eröffnung der Ausstellung am Montag, 15. Oktober, 19 Uhr, im Chapiteau vor dem Jugendhaus zeigt eine Artistengruppe aus Oldenburg eine Performance zur leidvollen Geschichte der jüdischen Artistin Irene Bento und ihre Rettung durch die Zirkusfamilie Althoff.

Galavorstellung am Freitag

In zwei öffentlichen Filmvorführungen im Chapiteau am Mittwoch, 17. Oktober, 15 und 19 Uhr, werden Tierlehrerinnen aus verschiedenen Kontinenten vorgestellt. „In dem Film „Wild women, gentle beasts“ schildert die Regisseurin Anka Schmid die harte Realität hinter den funkelnden Bildern und ermöglicht eine respektvolle Sicht auf das exotische Leben der Artistinnen“, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Gleichwohl geht es auch stark um artistische Darbietungen: Schüler der Alfred-Delp-Grundschule studieren die ganz Woche über ein Zirkusprogramm ein – das dann bei einer Galavorstellung am Freitag, 19. Oktober, 16.30 Uhr, gezeigt wird.

Den Abschluss der Aktion bildet ein Familien-Zirkus-Fest am Samstag, 20 Oktober, 15 bis 18 Uhr, in Kooperation mit dem Circus Baronn und der Sektion Südhessen der Gesellschaft der Circusfreunde. Dann heißt es rund um das Jugendhaus Waldpforte „250 Jahre Zirkus“. bhr