Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg

Waldhof Solisten und Ensembles feiern das elfte Frühlingskonzert im Franziskussaal / Schwungvolle Melodien und junge Talente

„Wir sind eine internationale Truppe“

„Die junge Dame hat gerade den ersten Preis beim Wettbewerb Jugend musiziert gewonnen“, lobte Dirigent und Moderator Florian Moser seine Pianistin Teresa Ho. Im katholischen Franziskussaal im Speckweg feierten der Kinder- und Jugendchor Waldhof-Gartenstadt, der Gospelchor St. Elisabeth und der Kirchenchor Franziskus-Elisabeth-Lioba das elfte große Frühlingskonzert.

Unter der Dirigentschaft des Kirchenmusikers versammelten sich Sänger und Musiker ferner Länder, unabhängig vom Alter, zum Beispiel aus Polen, Tschechien, Mexiko, Indonesien und China. „Wir sind eine echt internationale Truppe“, so Moser.

Wegen der heißen Außentemperatur fühlte sich das fast dreistündige Konzert, das sich auf stilistische Grenzgänge begab, mehr wie ein Sommer- als ein Frühlingskonzert an. Mit den beiden schwungvollen Nummern „The Gospel Train“ und „Lollipop“ eröffnete der gemischte Gospelchor den klanglichen Reigen.

Märchenhafte Zauberer

In die Welt der märchenhaften Zauberer entführte hinterher Pianist Lucas Grimm Aguilera, indem der Jungkünstler am schwarzen Flügel die Harry-Potter-Titelmelodie des Filmkomponisten John Williams zu Gehör brachte. Im fliegenden Wechsel positionierten sich die zahlreichen Gesangskünstler und Musiker auf und vor der Bühne sowie hinter dem Piano.

Unter den vielen Akteuren tummelte sich Sopranistin Natalie Burbach. „Ich spiele eigentlich Klavier, seit neun Jahren. Und seit drei Jahren singe ich“, erklärte Multitalent Natalie Burbach in der Pause. „Unser Lehrer Florian Moser motiviert uns, bei den Konzerten mitzumachen“, schilderte die 16-Jährige, die noch die 11. Klasse des Feudenheim-Gymnasiums besucht und nach der Schullaufbahn eventuell die Musik beruflich weiter ausbauen möchte. Wie studiert Sopranistin Natalie Burbach neue Stücke ein? „Ich schaue mir die Noten an und dann wird geübt, bis es sitzt“, erläuterte die Jugendliche unkompliziert.

Im Franziskussaal gab der Kinderchor die Lieder „Bruder Jakob“, „Pippi Langstrumpf“, und „Schnappi, das kleine Krokodil“ zum Besten. Am Flügel interpretierten etliche Solisten mehrere kurze Werke wie „The Entertainer“, „Ein Frühlingstag“, „Sonatine in G-Dur“ und „Freude, schöner Götterfunken“.

Sänger überzeugen

Darunter stach Bass-Sänger Alexander Brock mit dem Stück „Hat man nicht auch Gold beineben“ von Beethoven besonders hervor. Ebenso überzeugte die Debütantin Kezia Rusman an den Tasten mit dem melancholischen Popsong „River Flows In You“. Unter seinen jungen Schülern sei Bach nicht allzu beliebt, wie Moser verriet. „Doch der Milan ist der Bravste“, sprach Dirigent Moser bezogen auf seinen Schützling Milan Thiée, der am schwarzen Flügel von Bach das Werk „Präludium und Fuge in C-Moll“ anstimmte.

Von der Klavierspielerin Gülseren Geziciari gab es als Ergänzung zur hellen Star-Wars-Titelmelodie den düsteren „Imperial March“ aus „Krieg der Sterne“ zu hören. „Der Marsch der Bösen, eigentlich ganz lieb gespielt“, amüsierte sich Moser. Außerdem sang der Kirchenchor ein Wanderlieder- und Schwarzwaldmädel-Potpourri, bis sämtliche Akteure in das finale Lied „Wochenend und Sonnenschein“ einstimmten.