Wallstadt

Wallstadt Dank an Feuerwehr-Ehrenkommandant Schorr

Auszeichnung für ein Mannheimer Original

Archivartikel

60 Jahre bei der Feuerwehr und immer noch aktiv – das schafft kaum jemand. Doch bei der Jubilarfeier der Mannheimer Feuerwehr wurde Roland Schorr dafür nun vom Stadtfeuerwehrverband geehrt. Schließlich ist der 77-Jährige nicht nur Ehrenkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wallstadt, sondern auch als Obmann der gesamten Mannheimer Altersmannschaft und im Landesfeuerwehrverband engagiert. Er war der Jubilar mit der – mit Abstand – längsten Dienstzeit.

„Hier steht ein Mannheimer Original vor uns“, würdigte ihn Karlheinz Gremm, der Kommandant der Mannheimer Feuerwehr, als er Schorr mit Karl F. Mayer, dem Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes, die Ehrennadel anheftete. und er versäumte auch nicht, den liebevollen Spitznamen von Schorr zu nennen – „U-Boot-Kommandant“, denn bei einer Übung war ihm mal ein Löschfahrzeug in den Altrhein gerollt.

Zupackendes Engagement

Schorr ist in Wallstadt eine Institution. Ein Vierteljahrhundert war er Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wallstadt, 2002 wurde er bei einer anrührenden Feier verabschiedet. Voller Respekt und Dankbarkeit für sein immenses, stets zupackendes persönliches Engagement überreichte ihm seine Mannschaft damals eine goldene Taschenuhr mit Gravur – und er beschenkte zum Abschied die Jugendfeuerwehr mit T-Shirts. 1957 war Schorr der Feuerwehr beigetreten, 1977 Abteilungskommandant geworden. Bereits 1998 hatte er das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold verliehen bekommen, 1979 das Verdienstkreuz Stufe III vom Landesfeuerwehrverband Salzburg aufgrund seiner Verdienste um die Partnerschaft mit der dortigen Feuerwehr Hollersbach. Besonders beharrlich kämpfte Schorr stets um die Erweiterung des Gerätehauses Wallstadt.

Auch nach seinem Abschied von der Spitze seiner Abteilung blieb er bis 2005 stellvertretender Stadtbrandmeister. Noch immer ist Schorr nicht nur gerne gesehener Gast aller Veranstaltungen seiner Abteilung, sondern zudem ein ständiger Mahner. Er warnt, die Eigenständigkeit der Wallstadter Feuerwehr sowie ihren jetzigen Standort für einen Neubau an anderer Stelle aufzugeben. Lieber solle das alte Gerätehaus am Mudauer Ring „gescheit“, also nicht nur mit Containern wie jetzt, erweitert werden, fordert er immer wieder.