Wallstadt

Wallstadt Bezirksbeirat will Verkehrskonzept für Storchenstraße

„Chaotische“ Lage am Vogelstangsee

„Das ist brandgefährlich“, beklagte ein Anwohner im Bezirksbeirat Wallstadt: Zugeparkte Gehwege, auf die Gehwege ragende Büsche, zu enge Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsdienste – an der Storchenstraße auf der Wallstadter Seite vom Vogelstangsee sei es für Fußgänger wie Autofahrer „schlimm“. Der Kommunale Ordnungsdienst kontrolliere nur dann, wenn Berufstätige nicht zu Hause seien.

Der Bezirksbeirat war sich darin einig, dass etwas passieren muss. „Die Verkehrs- und Parksituation in der Storchenstraße hat sich zu teilweise chaotischen Verhältnissen entwickelt“, begründeten die Bürgervertreter den Antrag, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen.

Lärm vom Spielplatz

„Insbesondere fehlen Parkplätze – auch für die Ausflügler am Vogel-stangsee“, so das Gremium. Sie erbaten parteiübergreifend von der Verwaltung Vorschläge, „die für mehr Sicherheit, ordnungsgemäßes Parken insbesondere am See und Sauberkeit sorgen“, so der Antrag. Die Parkplätze am Vogelstangsee sollten beidseits der Römerstraße, von der Storchenstraße aus am dortigen Seeparkplatz, von der Klingenberger Straße aus (vor der Römerstraße) und von der Römerstraße aus (Höhe Wasserturm) ausgeschildert werden, schlugen die Bezirksbeiräte unter anderem vor.

„Die Verwaltung muss aber für den gesamten Bereich ein Konzept entwickeln“, forderte CDU-Sprecher Martin Dubbert. Doch die Stadtverwaltung lehnte es ab, das Thema auf die Tagesordnung zu nehmen. Das bedürfe „einer sorgfältigen Planung sowie Rücksprachen mit den zuständigen Fachbereichen“, was man „aufgrund des benötigten Zeitaufwandes“ nicht bis zur Sitzung schaffe. Nun soll es einen Ortstermin mit dem Bezirksbeirat geben.

Wenig Hoffnung machte die Stadt dem Vorortgremium wegen eines zweiten Ärgernisses aus dem Bereich des Neubaugebiets Wallstadt-Nord. Das betrifft den Spielplatz in der Storchenstraße 37. Anwohner klagen da immer wieder über Lärm – nicht von kleinen Kindern, sondern durch „zweckentfremdenden Nutzung der Metall-Rutschbahn durch Skater oder als Trommelersatz“, so der Bezirksbeirat in seinem Antrag. Doch keine Chance: „Eine Verhinderung der zweckentfremdenden Nutzung sowie eine Lärmdämmung der Rutschbahn ist durch bautechnische Maßnahmen nicht möglich, ohne den Spielwert zu gefährden“, erhielt das Vorortgremium als schriftliche Absage. Lediglich die drei Sitzbänke würden entfernt, zwei davon weiter weg von der Wohnbebauung auf der gegenüberliegenden Spielplatzseite wieder aufgebaut.

Thorsten Schurse (SPD) fragte noch, weshalb es plötzlich am Carl-Benz-Seniorenheim in Wallstadt-Nord eine Parkzeitbegrenzung von einer Stunde gebe. Das, so gab er zu Bedenken, reiche den Angehörigen oft nicht für Besuche der dort lebenden Menschen. Das, so informierte Sitzungsleiterin Claudia Schöning-Kalender, sei „nur provisorisch geschehen auf Antrag einer Bürgerin, die dort be- und entladen muss“. Warum das Stadtteilgremium nicht einbezogen oder wenigstens informiert wurde, konnte sie aber auch nicht sagen.