Wallstadt

Wallstadt Mehr als 40 Biker bei MSC-Motorradsegnung

Fahrt im Gedenken an Ricardo Müller

Archivartikel

Eine lange Tradition hat die Motorradsegnung in Wallstadt, die der Motorsportclub Solidarität (MSC) in diesem Jahr bereits zum 20. Mal organisierte. Es ist eines der Highlights am Anfang der Motorradsaison.

Motorradfahrer soweit das Auge reicht – stets Jahr versammeln sich zahlreiche Biker, um nach der Motorradsegnung in die schönste Zeit des Jahres zu starten. Auch diesmal kamen trotz sommerlich heißer Temperaturen mehr als 40 Biker zum Treff in der Merowinger Straße. Wegen der Extrem-Hitze wurde der geplante Gottesdienst unter freiem Himmel kurzerhand unter das schützende Zeltdach verlegt. Bei strahlend blauem Himmel eröffnete Motor-Sportleiter Christian Haas die Motorradsegnung auf dem Hof der Vorsitzenden Manuela Müller.

Haas gedachte dabei auch des sechs Wochen nach der letztjährigen Ausfahrt bei einem Motorradunfall verstorbenen, damals erst 21-jährigen Ricardo Müller. Ihm wurde die von Haas geplante Jubiläumsausfahrt auch gewidmet. Der Motorsport-Leiter des MSC wünschte sich, dass diese Saison ohne schwere oder gar tödliche Unfälle verläuft.

„Vernünftig bleiben“

Mit etwas Verspätung aber standesgemäß mit „Dippe“ (Weihwasserkessel), Messgewand und Drahtesel traf Diakon Bernhard Kohl ein, er führte immer mit Bezug auf die Motorradfahrer durch diesen besonderen Gottesdienst. „Gott soll Euch auf allen Fahrten begleiten und schützen“, so Kohl zu den Bikern. Er mahnte jedoch auch zu vernünftiger und vorausschauender Fahrweise. Mit einem Gebet für den verstorbenen MSC-Biker Ricardo Müller schloss Kohl die Andacht ab und segnete die angereisten Motorradfahrer. Danach machten sich die Motorradfahrer im Korso auf die von Christian Haas organisierte Ausflugsfahrt. Doch bevor die schweren Maschinen in Richtung Neckarsteinach starteten, gab es eine Einführungsrunde rund um den Stadtteil, angeführt von der Freiwilligen Feuerwehr Wallstadt, die damit ebenfalls ihres verstorbenen Kameraden Ricardo Müller gedachte.

Schöne Strecke

Eine schöne und interessante Strecke hatten die Biker nun vor sich, unter ihnen auch Günter Müller, der Vater von Ricardo. Dieter Jacoby, der Vizepräsident des Mannheimer Traditionscorps und seine Frau Heidi, sowie sein Kassier Andreas Lenner und dessen Frau Sonja fuhren gemeinsam bei der Tour mit. „Wenn wir fahren, geht‘s, nur die Wartezeiten sind schwer bei diesen extremen Temperaturen“, meinten sie zur Hitze des Tages.

Während die Biker sich den Fahrtwind um die Nase wehen ließen, wurden auf Müllers Hof in der Merowinger Straße schon die nötigen Vorbereitungen für die MSC-Fete im Anschluss getroffen. Die Getränke waren gut gekühlt, und auf dem Grill brutzelten schon Bratwürste und Steaks. Für die musikalische Unterhaltung beim gemütlichen Hock sorgte dann das Pfälzer Duo Pia & Freddy. ost