Wallstadt

Ost/Wallstadt Erich Kleiner vom Gemeindeteam Christ-König gestorben / Lange auch in Käfertal und in der Neckarstadt aktiv

Gemeindeteam Christ-König: Stets voller Energie im Ehrenamt

Stets unter Strom, immer voller Energie ehrenamtlich engagiert und im Einsatz – erst in Käfertal, dann in der Neckarstadt, schließlich in Wallstadt und für das gesamte katholische Stadtdekanat: Das war Erich Kleiner. Nun ist er im Alter von 80 Jahren ganz plötzlich gestorben und bleibt in Erinnerung als humorvoller Mann, der persönlich gerne im Hintergrund blieb, aber lange enorme Arbeit für die Gemeinschaft leistete.

Im Sudetenland geboren und in Hessen aufgewachsen, kam er 1962 nach Mannheim. In Käfertal-Süd begann sein kirchliches Engagement in der Jugendarbeit der Pfarrei St. Hildegard. Nach der Heirat 1968 wechselte die Familie in die Neckarstadt. In St. Bernhard fand er schnell Anschluss. 1971 regierte der Elektroingenieur als Prinz „Erich I. von Elektronien“ die Fasnacht der „Bernhardiner“, war deren Elferrat und „Chefelektriker“ für Kirche und Gemeindesaal. Er gründete den Familienkreis, brachte sich darüber hinaus in der Gemeinde als Leiter von Singkreis, Orff-Gruppe, Lektor, Kommunionhelfer, Pfarrgemeinde- und Stiftungsrat ein. Zudem war er Motor der Pfadfinderarbeit, begleitete viele Jahre Zeltlager mit bis zu 80 Kindern.

1996 zog Kleiner nach Wallstadt, besuchte gleich ein Pfarrfest in Christ König und erkundigte sich gemeinsam mit seiner Frau Ursula nach Aktivitäten. Zunächst standen aber noch Beruf und Familie im Vordergrund. Im Dezember 2005 wurde Kleiner aber auf Anhieb zum Vorsitzenden des neu gewählten Pfarrgemeinderates der Seelsorgeeinheit gewählt. Hier half er maßgeblich mit, dass die neue Seelsorgeeinheit zusammenwächst, verlor aber nie die Basis in Wallstadt aus den Augen. Eine der Richtlinien, wie die örtlichen Interessen in den immer größer werdenden Seelsorgeeinheiten gewahrt werden könnten, stammten für die gesamte Erzdiözese Freiburg aus der Feder von Erich Kleiner.

Kirchenentwicklung begleitet

Als dann 2015 die neue, große Seelsorgeeinheit Maria Magdalena entstand, übernahm Kleiner das Gemeindeteam Christ-König. Hier wurde er als Lektor, Kommunionhelfer und im Team für die Wortgottesfeiern sowie zuletzt noch Hygienebeauftragter ein enorm wichtiger Aktivposten für die Gemeinde, wo sein Tod nun eine große Lücke reißt.

Aber stets blickte er über die eigene Pfarrei hinaus. Wichtig war ihm, die Pfarrgemeinde bei der Interessengemeinschaft der Vereine zu repräsentieren, bei Neujahrsempfängen, der Kerwe, dem Weihnachtsmarkt oder der Seniorensitzung der „Gowe“ aktiv zu sein. Und so sehr ihm Wallstadt am Herzen lag – er brachte sich kritisch-konstruktiv in die Kirchenentwicklung von Diözese und Dekanat ein, war Mitorganisator der Initiative „Mit:reden“ in und für die Gemeinden.

Zunächst Leiter des Seniorenwerks von Christ-König, übernahm Kleiner auch auf Dekanatsebene den Vorsitz des Altenwerks, organisierte unermüdlich und bis zuletzt Einkehrtage, Feiern, Vorträge und Ausflüge. Trotzdem fand er immer noch Zeit, im Carl- Benz Seniorenzentrum oder im Kinderhaus zu Gitarre oder Akkordeon zu greifen sowie als Dozent an der Dualen Hochschule zu unterrichten.