Wallstadt

Wallstadt Feldbogen- und Blasrohrschützen freuen sich über ihr neues Vereinsgelände an der Römerstraße

Jagd auf Schaumstofftiere eröffnet

Archivartikel

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter Michael Valentin und seinen Vereinskolleginnen und -kollegen. Feierlich eröffneten sie das neue Areal der Feldbogen- und Blasrohrschützen. Ursprünglich in Blumenau ansässig und auf dem Gelände des dortigen Sportclubs in Aktion, sind die Schützen nun froh, in Wallstadt ein neues Zuhause gefunden zu haben. Drei Tage wurde ein unterschiedliches Programm geboten. Von Dämmerschoppen über Familientag bis hin zu Weißwurstfrühstück war alles dabei. Jung wie Alt konnten sich an Pfeil und Bogen sowie Blasrohr versuchen, eine Schminkaktion gab es für die jüngeren Gäste.

Michael Valentin, 1. Vorsitzender der Schützen, hatte mehr als drei Jahre auf ein Gelände gewartet, bis ihm die Stadt Mannheim 2014 schließlich den Freiraum inmitten der Vereinslandschaft rund um die Sportvereinigung Wallstadt anbot. Der seit Kindestagen begeisterte Schütze willigte ein und war froh, endlich einen passenden Ort gefunden zu haben. „Ich konnte zuvor anderthalb Jahre gar nicht spielen, weil einfach kein Gelände da war.“ Anfang 2016 sicherte ihm Oberbürgermeister Peter Kurz dann allerdings zu, dass es bald funktionieren würde. Valentin gesteht, dass er eigentlich nie einen Verein gründen wollte, „aber ansonsten hat man gar keine Chance, ein solch großes Gelände zu bekommen.“ Umso glücklicher seien alle Beteiligten nun, „dass es in Wallstadt geklappt hat.“ Die Größe von 8500 Quadratmetern nutzen die Schützen vielfältig, haben sich einen sogenannten 3D-Parcours errichtet. Aus Sicherheitsgründen wurden im Richtung Römerstraße Schutzwälle aufgeschüttet, die Gefahr, dass ein Pfeil zu weit fliegen könnte, damit minimiert. Nutzbar ist die Fläche damit erst seit November 2017, und weitere Arbeiten stehen noch bevor.

Weitere Gestaltungsideen

Die große Grasfläche der Schützen ist nur teilweise gemäht. Das hat zwei Gründe. Erstens soll die Natur möglichst unberührt bleiben, zweitens bietet es eine gute Möglichkeit, Zielobjekte im höheren Gras zu verbergen. Der über Großteile des Geländes gestreckte 3D-Parcours ist gespickt mit zahlreichen Schaumstofftieren, auf die geschossen wird. Dazu gibt es Abstandspflöcke, die die Distanz zum Zielobjekt markieren. So können die Wallstadter aus bis zu 40 Metern Entfernung schießen, eine Weitschussbahn mit maximal 70 Metern Abstand soll noch kommen. Um auch von den Wällen herunterschießen zu können, sollen Treppen errichtet werden. Eine weitere Idee Michael Valentins sieht einen Teich vor.

Die Mitglieder des Feldbogen- und Blasrohrschützenvereins sind ausschließlich Hobbysportler. Daher ist an eine Teilnahme an einem Ligabetrieb auch nicht zu denken. „Wir sind einfach eine naturbegeisterte Truppe und froh, jetzt das ganze Jahr im Freien schießen zu können“, so Valentin. „Es geht um das Wir-Gefühl, um klassische Vereinswerte.“ Bei Schlechtwetter sitze man zusammen und baue Pfeile oder besuche einen Bogenbaukurs. Spaß stehe im Vordergrund, dennoch möchte man mittelfristig einen Trainingsbetrieb einrichten. Auch Bogenbaukurse sollen angeboten werden, und an Wochenenden können Interessierte schnuppern vorbeischauen und sich mit den Arbeitsgeräten vertraut machen.

Bis dahin wird sich auf dem Gelände noch einiges tun, so dass schon bald auch Blasrohr-Turniere ausgerichtet werden können. Um Bogenturniere zu veranstalten, hätte es eines größeren Areals bedurft. Dazu wird es die Schützen daher immer wieder zurück an die alte Wirkungsstätte nach Blumenau ziehen.