Wallstadt

Straßenheim Hofgut Seitz lockt mit dem Kunsthandwerkermarkt „Gartenträume“ zahlreiche Besucher an

Regionale Produkte begeistern

Archivartikel

Ob stilvolle Gartenaccessoires, Blumengebinde oder schmackhaftes Obst und Gemüse, das Hoffest der Familie Seitz bot in Straßenheim wieder Anreize und Möglichkeiten sich mit allen Sinnen verwöhnen zu lassen. Allein über 100 Kuchen- und Tortenspenden durften sich Veranstaltungsleiter Tom Hotz und Garten- und Landschaftsbauspezialist Jochen Seitz freuen. Schließlich werde die Veranstaltung rein ehrenamtlich gestemmt.

„Wir erfahren auch in diesem Jahr wieder Unterstützung von Freunden, Bekannten und Verwandten“, wie Seitz berichtete. Dabei formulierte er gleich ein großen Dankeschön an die rund 60 Helfer, „ohne die diese Festivität nicht zu realisieren ist“, wie er verriet. „35 Künstler und Kunsthandwerker verkaufen hier ihre Eigenkreationen“, zählte Seitz auf. „Wir legen sehr viel Wert darauf, dass es selbst gemacht ist“, wie der Landschaftsbauer unterstrich.

Hotz und Seitz rechneten mit bis zu 3000 Besuchern. „Es ist ein stetiges Kommen und Gehen“, so das Duo. Die Schlange parkender Autos hatte bereits zum Auftakt des Hoffestes das Ortseingangsschild von Straßenheim hinter sich gelassen. Dabei war die Veranstaltung vor 20 Jahren mit zwei Ausstellern und gerade 50 Besuchern gestartet. „Unser Ziel war es damals, Straßenheim ein Fest zu geben“, erinnerte sich Jochen Seitz. „Zu diesem Zeitpunkt hatten wir in Sachen Verpflegung für die Besucher einfach Brote geschmiert.“ Auch in diesem Jahr gab es Brot, jedoch frisch gebacken in einem XXL-Format mit märchenhafter Kruste. „Auch heute noch fließen die Einnahmen der Veranstaltung als Spende an den Round Table in Heidelberg“, bestätigte Jochen Seitz.

Das Publikum kommt aus der gesamten Metropolregion nach Straßenheim. „Es ist einfach zauberhaft hier“, schwärmte Rainer Grillich aus Bürstadt über das Hofgut. „Ich war schon im vergangenen Jahr hier vor Ort“, meinte Getrud Schwalb aus Neckargemünd. In diesem Jahr nehme sie auch einen Besuch der Magdalenenkapelle mit. „Die Kirche ist paralell zu unserem Hoffest geöffnet“, informierte Seitz.

Seit fünf Jahren kommt auch Christine Dörr aus Mühlhausen nach Straßenheim, um ihre Nähsachen vorzustellen. „Das ist natürlich nur ein Hobby, denn hauptberuflich bin ich Erzieherin“, verriet die Mutter von zwei Kindern. Vor sieben Jahren habe sie mit der Geburt ihrer Tochter angefangen zu nähen. Auch die Kunsthandwerkerin kam aus dem Schwärmen über die Atmosphäre des Hofguts nicht heraus. Das Ambiente der Festivität sei unglaublich. „Darüber hinaus sind es alles nette Leute“, betonte sie. Es sei trotz des großen Besucherzuspruchs einfach sehr familiär.

Das sah Monika Lackas ähnlich. Mit Serviettentechnik hatte sie Grußkarten und Stoffbeutel gefertigt. „Es macht Spaß, hier einen eigenen Stand zu betreuen, weil das Publikum auch sehr freundlich ist“, wie sie erzählte. Der alte Gutshof sei einfach prädestiniert für dieses Fest, findet ebenso Thomas Bossert vom Obst-und Spargelhof Bossert. Gemeinsam mit seiner Frau Petra bot er frisches Obst und Gemüse zum Verkauf. „Wir sind seit 2004 bei dem Fest mit dabei“, erklärte das Duo aus Wallstadt.

Über mangelndes Käuferinteresse könne er in diesem Jahr nicht klagen, wie Thomas Bossert verriet: „Es war eine gute Ernte.“ Am besten gingen die Rolandäpfel, meinte Petra Bossert. „Die Früchte werden gerade 800 Meter von hier geerntet“, erzählten die beiden. „Regionaler geht es nicht.“