Wallstadt

Schnell oder gar nicht

Archivartikel

Peter W. Ragge sieht Wallstadter Neubau-Pläne in Gefahr

Schon im nächsten städtischen Etat Planungsmittel für ein neues Feuerwehr-Gerätehaus in Wallstadt – das klingt gut. Doch das ist es keineswegs. Vielmehr drohen nicht nur die Pläne der Feuerwehr, sondern auch die für das ganze Wallstadter Kultur- und Sportzentrum zu versanden.

Warum? Planungsmittel im nächsten Doppelhaushalt – das bedeutet, dass sich zwei Jahre lang wenig tut. In 2020/21 gibt es ja nur Geld, um zu planen. Man kann also lange überlegen, diskutieren, die Projekte gar zerreden. Für eine Ausschreibung der Bauarbeiten, gar einen Baubeginn stehen damit frühestens ab dem nächsten Doppeletat, also für 2022/23, Mittel zur Verfügung.

Doch schon jetzt trübt sich die Konjunktur ein, steigen die lange sprudelnden Steuereinnahmen nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Dazu kommen manche Risiken, die sich erst in zwei Jahren im städtischen Haushalt niederschlagen werden: die Situation beim Klinikum, die Finanzierung der Bundesgartenschau 2023, des Nahverkehrs und manch andere Großprojekte, wo Kostensteigerungen drohen.

Politiker drängen

Dann kann es den Wallstadtern passieren, dass sie wieder in die Röhre schauen – weil es von der Stadtspitze heißt: „Leider keine Spielräume für neue Vorhaben“.

Was dagegen tun? Die Wallstadter müssen ihre Stadträte drängen, dass noch im laufenden Jahr Planungsmittel zur Verfügung gestellt werden. Nur wenn es Gelder bereits für einen Baubeginn noch in den Jahren 2020/21 gibt, sind der Bau eines Feuerwehr-Gerätehauses wie auch den Kultur- und Sportzentrums realistisch – sonst wird am Ende (wieder) nichts daraus.