Wallstadt

Wallstadt Nach Generalsanierung wiedereröffneter Evangelischer Kindergarten mit großem Fest eingeweiht

Segen für das „neue alte Haus“

„Hell und freundlich sieht es aus, unser neues, altes Haus“ – Erzieherin Hildegard Blink hatte eigens ein Lied umgedichtet auf diesen Tag, denn „wieder geht es ganz toll rund, in der Kita Kunterbunt“, wie es darin heißt. Mit einem großen Fest ist die Einrichtung der Evangelischen Petrusgemeinde Wallstadt in der Atzelbuckelstraße, bereits im Januar nach 13-monatiger Generalsanierung wieder bezogen, nun eingeweiht und gesegnet worden.

Nicht alles fertig

Der Bewegungsraum ist noch nicht fertig, Lagerflächen auch nicht. Aber Pfarrerin Anna-Maria Baltes dankte Gott, dass „unter seinem Schutz die Bauarbeiten so weit gediehen sind“. „Schön ist es geworden“, freute sie sich, dass „ein Großteil fertig ist“ und betete gemeinsam mit den Gästen der Feier, Gott möge das Haus, alle Kinder, Eltern und Mitarbeiter unter seinen Schutz und Segen stellen.

Weil Gottes Kraft und Gottes Segen für die Kinder ja etwas Unsichtbares, Unfassbares darstelle, wählte Baltes einen sehr anschaulichen Weg, das zu verdeutlichen. Vier kleine, bunte Fallschirme, jeweils in den Farben der Kindergartengruppen, segelten aus dem Dachgeschoss des Altbaus langsam zur Erde – getragen von der Luft, unsichtbar und doch wirksam wie Gottes Segen.

„Heute ist ein Tag, an dem man feiern kann. Heute ist ein Tag, an dem man froh sein kann“, hatten die Kinder zu Beginn des Tages im voll besetzten Gemeindehaus gesungen, ehe das Fest im Park der Kirche begann und der sanierte Bau besichtigt werden konnte. Haustechnik, Sanitäranlagen, Küche, Gruppenräume, Böden und Möbel – alles ist neu gemacht, die Auflagen des Brandschutzes erfüllt. Schließlich waren die Decken des früher als Gemeindehaus, dann als Nähschule genutzten Gebäudes teils mit Stroh gefüllt. 1,8 Millionen Euro investierte die Evangelische Gemeinde in die Sanierung. Unverändert bietet das Haus 65 Kindern in drei Gruppen Platz, zwei davon in Ganztagsgruppen.

Spende der Eltern

„Es war nicht immer einfach, es hat einige Tafeln Schokolade und Kinderriegel gekostet“, sagte Anke Sobotta, die Leiterin der Kindertagesstätte „Kunterbunt“, rückblickend. „Es war schon sehr spannend und mit viel Aufregung verbunden“, so Sobotta, und zum Glück habe man in der Bauzeit in die leeren Räume des alten katholischen Kindergartens in der Römerstraße ausweichen dürfen. Doch nun freuten sich alle sehr über das Ergebnis.

Sie dankte ebenso wie Pfarrerin Baltes Patrik Eichhorn, dem Leiter der Bauabteilung der Evangelischen Kirche in Mannheim. Der gab den Dank gerne weiter: Etwa 50 Menschen, vom Planer bis zum Bauarbeiter, seien mit dem Projekt befasst gewesen. Natürlich habe es Probleme gegeben, räumte er ein und erinnerte an den Wassereinbruch in das Gebäude nach einem starken Unwetter, als die gerade montierte Heizung wieder beschädigt wurde. Doch viel lieber rede er von der „positiven Energie“, die nun von dem Haus auf die Kinder strahlen möge.

An die „beschwerliche und fordernde Zeit“ erinnerte aber auch Marina Nußko, stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirates. „Es war eine anstrengende Zeit, aber wir haben sie gemeistert, und das hat uns auch einander näher gebracht“, meinte sie. Sie dankte aber ebenso den Eltern, die vor dem Umbau Sperrmüll entsorgt hätten und nun auch beim Einweihungsfest anpackten. Gemeinsam mit dem Förderverein hat der Elternbeirat dem Kindergarten zur Einweihung drei Puppenecken finanziert. Dafür überreichte Nußko an Anke Sobotta symbolisch eine kleine Puppe.