Wallstadt

Stumpfes Schwert

Archivartikel

Peter W. Ragge zur fehlenden Post in Wallstadt

In der Theorie ist alles klar: Die Post muss in einem Ort von der Größe von Wallstadt, also rund 8000 Einwohner, präsent sein. Das ist nicht nur wünschenswert, sondern als Grundversorgung von der Bundesregierung so festgeschrieben.

Tatsächlich gab es im Dezember, also ausgerechnet zum Weihnachtsgeschäft, und im Januar gar keine Filiale in dem Ort. Seither war die Postfiliale nur wenige Tage geöffnet. Das Nachsehen haben die Kunden – und da besonders ältere Menschen, die nicht so mobil sind und von denen es in Wallstadt sehr viele gibt. Die Grundversorgung bleibt also, wie die Wallstadter leider gespürt haben, Theorie.

Zwar liegt die Aufsicht bei der Bundesnetzagentur, doch diese Aufsicht kann weder anordnen noch strafen, nur nachfragen und mahnen. Das ist leider ein stumpfes Schwert. Dennoch sollten sich viele Bürger beschweren und auch Politiker tätig werden, damit der Post klar wird: Hier pochen die Kunden auf ihren Anspruch.