Wallstadt

Zu oft vertröstet

Peter W. Ragge zur parteiübergreifenden Aktion

Schon bei der Eingemeindung 1929, dann Mitte der 1960er Jahre und erneut im Jahr 2000 im Zuge des Neubaugebiets Wallstadt- Nord – immer wurde er von der Stadt den Wallstadtern versprochen, aber nie realisiert: der Bau eines Bürgerhauses.

Doch inzwischen fühlen sich die Bewohner des Stadtteils zu oft vertröstet. Die Gründung der Bürgerinitiative im April 2018 mit sehr großer Resonanz im Ort und nun die gemeinsame Aktion aller Bezirksbeiräte zeigen, wie groß der der Bedarf für solch ein neues Kultur- und Sportzentrum ist, und dass man nicht mehr warten will. Kurz vor der Gemeinderatswahl stehen alle Partien eigentlich in äußerst scharfer Konkurrenz zueinander. Der gemeinsame Brief, über alle sonst teils tiefe parteipolitische Gräben hinweg, ist da schon ein sehr bemerkenswertes Zeichen. Die Stadtverwaltung, die bei der Bezirksbeiratssitzung zu dem Thema im April teils völlig unmotiviert, teils komplett uninformiert wirkte, hat ihn selbst herausgefordert. Der Oberbürgermeister sollte in seiner Antwort nun zeigen, dass er die Wallstadter ernst nimmt.