Wallstadt

Wallstadt Großes Fest der Interessengemeinschaft nach verändertem Konzept / Buntes Kinderprogramm und Präsentation junger Winzer

Zweiter Anlauf zur neuen Kerwe

Sie haben mal wieder gereimt: „WM, Bier, Woschd und Woi – Do sin ma dabei!“ hat die Interessengemeinschaft Wallstadter Vereine (IWV) als Motto für die Kerwe am Wochenende 14./15. Juli ausgegeben. Allerdings war das zu einem Zeitpunkt, zu dem viele Fans die deutsche Elf noch im Finale, mindestens im Halbfinale, sahen – und damit am Wochenende auf dem Platz. Doch jetzt wird es die geplante Großleinwand bei der Kerwe nicht geben. „Wir zeigen die Spiele, wenn jemand Interesse hat, aber in angepasstem Rahmen“, betont Manuela Müller, die IWV-Vorsitzende.

Dass es wieder eine Kerwe in Wallstadt gibt, ist für sie gar nicht selbstverständlich. In den vergangenen Jahren war die Art, wie die Kerwe gefeiert werden soll, ein Zankapfel unter den Vereinen des Orts. 2015 fiel sie ganz aus, zuvor war sie mal auf dem Gelände der Sportvereinigung, mal auf dem Rathausplatz.

„Auf die Kosten gekommen“

Doch die gelungene 1250-Jahr-Feier von Wallstadt im Juli 2016 hat den Streit vergessen lassen, der Ort rückte wieder zusammen. „Alle Vereine, Organisationen und Gemeinden ziehen an einem Strang für Wallstadt“, freut sich Müller. Das habe sich bereits 2017 bewährt, als man erstmals „Die neue Kerwe – Stadtteilfest“ feierte; und zwar Mitte Juli wie im Jahr zuvor das Jubiläum und nicht zum traditionellen Kerwetermin im August, mitten in der Urlaubszeit. Die Resonanz war sehr gut, und finanziell lief es auch wie erhofft: „Wir sind gut rausgekommen, sind auf unsere Kosten gekommen und konnten etwas an die Vereine abgeben“, so Müller. Dank der Rücklagen vom Jubiläumsjahr, der Erträge von 2017 und einer Unterstützung des Bezirksbeirats aus seinem Stadteiletat werde man wieder ein Zelt auf dem Rathausplatz aufbauen, davor eine Flaniermeile mit Verpflegungs- und Getränkeständen sowie Schaustellern. Die Ortsdurchfahrt in der Mosbacher Straße ist gesperrt.

„Es kommen mehr Schausteller als im Vorjahr“, kündigt Müller an. Ein Karussell werde aufgestellt, ebenso eine Hüpfburg, und für ein großes Kinderprogramm sorgen am Sonntagnachmittag wieder die Vereine des Stadtteils.

Etwas geändert wurde die Speisekarte, auf der im Vorjahr Wurst- und Biersorten dominierten. „Wir wollen ja Abwechslung und legen in diesem Jahr den Schwerpunkt auf den Wein“, kündigt die IWV-Vorsitzende an. So gibt es einen Stand mit edlen Tropfen der Bergsträßer Winzergenossenschaft und der „Vinas“. Diese innovative Vereinigung von Jungwinzern aus allen Teilen der Bergstraße über die Landesgrenze von Hessen und Baden hinaus will „vor allem junge Menschen an den Wein heranführen und Kennern zeigen, was die junge Generation kann“, weiß Müller von der Vereinigung. Die bietet am Sonntag um 11 Uhr eigens eine Weinprobe im Rathauscafé an, Anmeldung dazu ab Samstag am Weinstand. Dazu passend gibt es am Sonntag „Wallstadter Braten“, an beiden Tagen einen Käse-Trauben-Becher, Würste und Gemüsemaultaschen. Aber auch für den, der lieber Bier mag, wird eine große Auswahl gezapft: Fürstenberg Pilsner, Münchner Hell und Paulaner Hefeweizen sind im Ausschank. Kaffee und Kuchen werden im Rathaus aufgetischt. Zudem klinkt sich erneut der Bund der Selbstständigen (BDS) ein und bietet von 13 bis 18 Uhr einen Verkaufsoffenen Sonntag mit zahlreichen besonderen Angeboten der Geschäftsleute der Mosbacher- und Römerstraße zwischen Herrmann- und Keltenstraße sowie in der Herrmannstraße.