Weinheim

Weinheim In der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadthalle offizielle Vorstellung der Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl

Alle sieben Bewerber auf dem Podium

Archivartikel

Zum ersten Mal trafen am Montagabend alle sieben Bewerber für die Oberbürgermeisterwahl in Weinheim (1. Wahlgang am Sonntag) direkt aufeinander. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadthalle nutzten sie die Gelegenheit, sich bei der offiziellen Kandidatenvorstellung der Stadt den Weinheimer Bürgern zu präsentieren. Erstmals traten dabei auch Björn Leuzinger (Die Partei) und Fridi Miller (parteilos) in der Öffentlichkeit auf.

Jeder Kandidat hatte zunächst zehn Minuten Zeit, um sich und seine Ziele vorzustellen. Große Überraschungen blieben dabei aus.

Der Hirschberger Bürgermeister Manuel machte noch einmal deutlich, dass ihn die berufliche Herausforderung reizt und er sich aufgrund seiner beruflichen Erfahrung diese Aufgabe zutraut. „Ich verstehe mich als Manager und Moderator zugleich“, sagte der 39-Jährige.

Stella Kirgiane-Efremidou (SPD) betonte das Miteinander, das sie in Weinheim stärken möchte. „Geht nicht, gibt’ s nicht“, laute ihr Motto, sagte die 52-Jährige. Deshalb werde sie zum Beispiel weiter für die Einführung einer einkommensabhängige Gebührenordnung bei den Kindertagesstätten kämpfen. Und: „Es ist Zeit, dass eine Frau das Rathaus führt und die Stadt gestaltet.“

Dr. Carsten Labudda (Linke) zeigte sich selbstbewusst: Es sei ihm mit seiner Bewerbung bereits gelungen, soziale Themen auf die Agenda aller Bewerber zu setzen. „Damit hat sich mein Wahlkampf schon gelohnt.“

Simon Pflästerer (Weinheimer Liste) versprach keine Wohltaten. Aber er verspreche den Menschen, sich mit großer Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit für seine Heimatstadt einzusetzen.

Björn Leuzinger von der Satirepartei „Die Partei“ trat in Bermudashorts und mit Kappe ans Rednerpult, um das „werte Wahlvieh“ zu begrüßen. Inhalte hätten in der Politik nichts zu suchen, sagte der 29-Jährige, um dann doch einige zu nennen: Mehr Busse für die Ortsteile und flächendeckendes WLAN zum Beispiel. Bevor dies seriös klingen konnte, fügte er hinzu: „Und jeden Freitag ab 18 Uhr Freibier im Schlosspark.“

Fridi Miller (parteilos) aus Sindelfingen, die schon in zahllosen Städten kandidiert hat, trug ihre Vorstellung an jenem Abend in Gedichtform vor. Das klang dann so: „Wir wollen Weinheim gemeinsam rocken / Und nicht nur mit Versprechen locken.“

Oliver Kümmerle (parteilos) wies in seiner Rede noch einmal auf seine Schwerpunkte Verkehr, Sicherheit und Vereinsförderung hin. Aber auch die Pflege der Grünanlagen liege ihm am Herzen, frei nach dem Motto: „Make Woinem schön again!“